Lange Nacht der Virtuosen

Posted by on 16. April 2011
In Mühlhausen starteten an fünf Spielstätten die Thüringer Bachwochen

 

Tradition geworden ist die „Lange Nacht der Hausmusik“. Damit begann am Wochenende in ganz Thüringen der Auftakt zu den Thüringer Bachwochen. Auch in Mühlhausen musizierten Profis, Musikschüler und Hobbymusiker. In fünf Stätten erklang Musik.

 

Von Iris Henning

 

MÜHLHAUSEN.

Bunte Frühlingsmusik im Kulturbund im Puschkinhaus, Vivaldi, Haydn und – natürlich – Bach im Gästehaus La Villa an der Felchtaer Straße, Barockes und Modernes in der historischen Ratskanzlei, Klarinette, Trompete und Klavier in der Stadtbibliothek, die wunderbare Telemann-Sonate auf dem Cembalo in der Kreismusikschule am Lindenbühl – die kleinen, feinen Konzerte am späten Freitagabend waren kurzweilig und abwechslungsreich. Nicht alle konnten die Gäste der Langen Nacht der Hausmusik genießen. Das ist so, seit es die Hausmusik zur Eröffnung der Thüringer Bachwochen gibt. Zeitgleich finden jeweils halbstündige Konzerte an mehren Spielstätten statt. In den Pausen bleibt für das Publikum zeit zum Wandern, dennoch muss es sich für den einen oder anderen Ort entscheiden.

Egal, wie die Wahl in diesem Jahr ausfiel: Allerorts wurden die Gäste von den Virtuosen an den Tasten, Streich- und Blasinstrumenten verwöhnt. Im „La Villa“ gab es Bravo-Rufe für das Quartett Annette Nötzoldt (Flöte), Karl-Heinz Moritz (Klavier), Klaus Horn (Viola) und Anneliese Horn (Violoncello). Die Familie Horn spielte erstmals in Mühlhausen – sie reiste aus der Klassikerstadt Weimar an.

Mit begeistertem Applaus honorierte die Zuhörerschaft auch das Trio in der Ratskanzlei. Dort musizierten Stefanie Schünemann (Flöte), Sigrun Meißner (Gitarre) und Bern Spooren (Gitarre). Als ein Meister auf dem Cembalo bewies sich Christian Rangnick, der Leiter der Kreismusikschule. Gemeinsam mit Barbar Winkler (Flöte), Philine Teige (Violoncello) und Wolfgang Faber (Violine) gab er in der Kreismusikschule Konzerte.

Voll des Lobs äußerte sich die Freunde der Hausmusik am späten Abend, zum Ausklang der Langen Nacht der Hausmusik in der Stadtbibliothek, über das Spiel von Holger Strüber (Klarinette), Torsten Müller (Trompete) und Markos Kopf (Klavier) in der Stadtbibliothek und über das des Musizierkreises „Dr. Franz Zeilinger“ im Puschkinhaus.

Mit einem außergewöhnlichen musikalischen Dessert verabschiedeten schließlich das Lehrergesangsquartett und Instrumentalisten der Kreismusikschule ihr Publikum. Sie boten „Die Vogelhochzeit“ dar und sangen den Text dieses beliebten Kinderliedes zu Melodien aus verschiedenen Zeitepochen. Vom Mittelalter ging es in die Moderne – sehr zum Vergnügen der etwa hundert Freunde der Hausmusik. „Ein wunderschöner Abend“ , freuten sich Christina und Eberhard Vater, die seit Jahren schon zu den Stammgästen der Langen Nacht der Hausmusik zählen.

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