Ein Bild namens Fukushima

Posted by on 14. April 2011
Reinhard Wand will zum Hanami eine Leinwand versteigern und damit den Menschen in Japan helfen

 

„Fukushima“ hat der in Dachrieden lebende Künstler sein jüngstes Bild genannt. In japanischen Schriftzeichen steht der Name der Stadt im Land der aufgehenden Sonne, die zum Synonym für Trauer, Unglück und Entsetzen geworden ist, in der rechten unteren Bildecke. Mit diesem Bild will der Künstler den Menschen in Japan helfen.

 

Von Iris Henning

 

DACHRIEDEN.

HILFE FÜR JAPAN: Dieses Bild auf Leinwand stellt Reinhard Wand für eine Versteigerung zur Verfügung. Erst gestern ist das Bild „Fukushima“ fertig geworden. Foto: Iris Henning

Reinhard Wand ist tief berührt vom Schicksal der japanischen Einwohner in der von Erdbeben

und Tsunami verwüsteten und von einer Strahlungskatastrophe bedrohten Region. Durch seine Kunst fühlt er sich bereits über Jahrzehnte hinweg verbunden mit Japan. Die fernöstlichen Motive inspirieren ihn immer wieder zu neuen Bildern. Das machte ihn bekannt. So schmücken Bild-Fahnen mit japanischen Motiven aus seinem Atelier auch den Japanischen Garten in Bad Langensalza. Zum traditionellen Hanami, dem Kirschblütenfest, in Bad Langensalza, am kommenden Sonntag, 17. April, werden dort acht neue Fahnen im Wind flattern.

Zusätzlich zu den acht Bildern hat Reinhard Wand ein Neuntes gemalt: „Fukushima“. Japanische Figuren und Ornamentik zieren die etwa 1,60 mal 1,30 Meter große Leinwand. „Das Bild will ich versteigern. Der gesamte Erlös ist für die Japan-Hilfe gedacht“, sagt der Künstler.

„Fukushima“ wird ebenfalls während des Kirschblütenfests im Japanischen Garten ausgestellt. Interessenten für dieses Bild sollen ihre Gebote schriftlich, bis 15 Uhr, abgeben können. Dafür wird gleich neben dem Bild eine kleine Box bereitstehen. Auf 500 Euro beziffert Reinhard Wand das Einstiegsgebot und hofft, einen Käufer für sein Gemälde zu finden. Auch Ferngebote will er entgegennehmen. Dafür steht die Telefonnummer (036023) 52252 zur Verfügung. Der oder die Höchstbietende soll das Bild am Sonntag gleich mit nach Hause nehmen dürfen mit dem guten Gefühl, nicht nur ein wunderschönes Gemälde erworben, sondern auch geholfen zu haben.

Den Erlös will der Künstler der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Erfurt übergeben. Er vertraut darauf, dass die Hilfe in Japan dann auch dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Auch während des Hanami-Festes wird es bereits eine Spendenaktion geben. 1000 Kraniche sollen für die Menschen dort gefaltet werden. In Japan gilt der Kranich als ein Symbol des Glücks der Langlebigkeit. Nach alter japanischer Legende bekommt derjenige, der 1000 Origami-Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt.

Das Kirschblütenfest beginnt um 10 Uhr mit der Krönung der Kirschblütenprinzessin.

 

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