Entscheidung mit fataler Konsequenz

Posted by on 30. März 2011
Die Späteinsteigerin Irmhild Ehrenberg stellt ihr Erstlingsroman „Die Schwesternbraut“ vor

 

MÜHLHAUSEN.

Nein, diese Geschichte ist nicht aus dem Leben gegriffen. Könnte sie aber sein. Da steht plötzlich ein junger Mann vor einer attraktiven Frau, Anfang vierzig. Er offenbart sich als ihr Sohn, den sie vor mehr als 20 Jahren, gleich nach der Geburt, zur Adoption freigegeben hat. Der freudige Gefühlstaumel des Sich-Findens hätte wohl noch lange angehalten, wenn die Braut des Sohnes nicht dessen Halbschwester gewesen wäre, was bis dahin natürlich noch keiner weiß. Das schicksalschwere Knäuel der verwandtschaftlichen Beziehungen entwirrt sich erst viel später, kurz vor dem Ja-Wort des Liebespaares.

Die „Schwesternbraut“ ist der Erstlingsroman von Irmhild Ehrenberg. Als Lehrerin im Vorruhestand ist sie als Autorin

EINSTEIGERIN: Die Pädagogin im Ruhestand aus Heiligenstadt, Irmhild Ehrenberg, stellte jetzt in Mühlhausen ihren ersten Roman vor. Foto: Iris Henning

eine Späteinsteigerin. „Zum Faulenzen hatte ich keine Lust. Ich wollte nun, da ich Zeit habe, endlich machen, wovon ich immer geträumt habe: Schreiben“, sagt sie.

In ihren Gedanken existierte die „Schwesternbraut“ seit es die sogenannten Babyklappen gibt. Alles, was sie darüber in Zeitungen fand, sammelte sie. Die aus dem katholischen Eichsfeld stammende Irmhild Ehrenberg verurteilt die jungen Mütter, die sich für diesen Weg entscheiden, aber keinesfalls. In ihrem Debütroman schreibt sie über drei Menschen, die zueinanderfinden, ohne zu wissen, dass sie zueinander gehören. Sie schreibt über das Leben, über Herausforderungen, folgenschwere Entscheidungen und fatale Konsequenzen.

Vorgestellt hat Irmhild Ehrenberg „Die Schwesternbraut“ bereits auf der Leipziger Buchmesse. Am Dienstagabend kam sie damit in das TA-Café in die Jakobikirche.

Bereits heute Abend, 19.30 Uhr, wird der nächste Gast im TA-Café erwartet. Der Schauspieler Ernst Georg Schwill liest aus seinen Erinnerungen „Is doch keene Frage nich …“. Karten gibt es noch an der Abendkasse. ih

 

 

„Die Schwesternbraut“ ist im Verlag Neue Literatur erschienen. Es kostet 12,90 Euro.

 

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