Rabenturm lädt zum Aufstieg ein

Posted by on 24. März 2011
Mühlhäuser Attraktion wird bereits heute (Samstag, 26. März) für die Besucher geöffnet

 

MÜHLHAUSEN.

Bereits an diesem Samstag (26. März) öffnet der Mühlhäuser Rabenturm seine Tür für die Gäste. Über die vorfristige Öffnung informierte gestern der Direktor der Mühlhäuser Museen, Thomas T. Müller. „Sowohl Touristen als auch Mühlhäuaer haben bereits in der Mühlhausen-Information nachgefragt, wann denn der Rabenturm wieder zugänglich sei“, erklärte Müller die kurzfristige getroffene Entscheidung. Geöffnet hat die touristische Attraktion analog der Besuchszeiten der Museumsobjekte, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Geschlossen bleibt allerdings noch die Wehranlage. Die wird traditionell erst am Gründonnerstag für die Besucher freigegeben. Kulant gestaltet sich in der Zwischenzeit der Eintrittspreis zum Rabenturm: Für einen Euro gelangt man auf die Aussichtsplattform, die einen grandiosen Ausblick auf die roten Dächer Mühlhausens und weit über die Stadt hinaus bietet.

Der Rabenturm ist der markante Wehrturm der historischen Stadtmauer. Die wurde um das Jahr 1200 errichtet. Mit

Ab Samstag, 26. März, geöffnet: Der Mühlhäuser Rabenturm lädt zum Besuch ein. Foto: Iris Henning

einer Länge von 2,7 Kilometer, 7 Stadttoren und 38 Wehrtürmen bot sie im Mittelalter Schutz vor feindlichen Angriffen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Befestigung immer weiter ausgebaut und durch Wallanlagen verstärkt. Große Teile dieser Verteidigungsanlagen haben die Zeit überdauert. Der interessanteste Teil der Stadtmauer befindet sich am Inneren Frauentor. Auf einer Länge von 330 Metern können dort die Wehrgänge noch begangen werden – eine deutschlandweite Besonderheit. Doch das ist noch nicht alles, denn der Wehrgang wurde zu einem Museum umgestaltet, in dem interessante Informationen über die Stadtmauer vermittelt werden.

Übriges hieß der Rabenturm einst Adlerturm“, weiß Thomas T. Müller. Das Wappen derer von Habsburg, ein zweiköpfiger Adler, zierte die Spitze des imposanten Turms. Ein Scharfschütze der Preußen schoss im Jahr 1802 einen Kopf des Wahrzeichens ab und machte den Adler „preußisch“. Erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde innerhalb der Sanierung des Rabenturms auch der Adler wieder nach dem Habsburger Vorbild rekonstruiert. Im Volksmund erhielt der „Adlerturm“ die Bezeichnung Rabenturm, weil einst viele Raben um den Turm kreisten, mutmaßt der Museumsdirektor. Heute befindet sich in den Etagen des Turms eine Ausstellung über die Verteidigungsgeschichte der ehemaligen freien Reichsstadt. Ih

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.