Gut gekoppelt

Posted by on 17. März 2011
Verein Kunstwestthüringer stellt sich fünf Wochen lang in der Landeshauptstadt vor

 

Der Verein Kunstwestthüringer erweist sich als geschickter Koppler. Das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Kunstprojekt „Kopplung“ hat so viel Interesse auch außerhalb der Region gefunden, dass dieses nun in der Landeshauptstadt, im städtische Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum „Haus Dacheröden am Anger, seine Fortsetzung finden soll.

 

Von Iris Henning

 

ERFURT.

GEDANKENSPLITTER: Die Künstlerin Ilse Rex-Lenius aus Friedrichsroda stellt während der Ausstellung im Haus Dacheröden ihre literarischen Gedankensplitter vor. Die koppelt sie mit Grafiken, die sie während der Lesung auf Leinwand projeziert. Foto: Iris Henning

Für Ulrich Eifler, Projektleiter von „Kopplung“, ist es ein Glücksmoment für den Verein Kunstwestthüringer. Das Haus Dacheröden ist eines der bedeutendsten Bürgerhäuser der Landeshauptstadt. Es gilt als ein besonderer Ort des Dialoges der Kulturen, der kulturellen Begegnung, Bildung und Kommunikation. Dort ausstellen zu dürfen, sei schon etwas ganz Besonderes.

Die Kunstwestthüringer bringen ihr Projekt „Kopplung“ in das Haus Dacheröden. Mit diesem Projekt verabschiedeten sich die Künstler des Vereins im vergangenen Sommer von ihren Ausstellungsräumen in Mühlhausen und auch von der Stadt, um in Bad Langensalza einen Neubeginn zu wagen. So wurde „Kopplung“ ungewollterweise eine besondere Wegmarkierung in der Biographie des damals fast 20-jährigen Vereins.

Nun setzt das Gemeinschaftsprojekt von etwa 30 Künstlern erneut einen Meilenstein: Noch nie hat es eine Ausstellung des in der Provinz agierenden Vereins bis in die Landeshauptstadt geschafft.

„Kopplung“ wird dabei nicht eins zu eins übertragen. „Es ist kein starres Projekt“, erklärt Ulrich Eifler. In Kopplung suchen Mitglieder des Vereins zeitweise einen künstlerischen Arbeitspartner, um in einen kunstvollen Dialog zu treten. Dabei treten unterschiedliche Genre in Verbindung: Bildende Kunst trifft auf Poesie, Film und Musik. So ist „Kopplung“ wohl auch ein Synonym dafür, dass der Wandel das einzig Beständige ist.

In Mühlhausen traf diese „Kopplung“ auf ein großartiges Interesse. Viel besucht und beachtet wurde die Abschiedsausstellung. Große Hoffnungen begleiten die „Kopplung“ nun in die Landeshauptstadt. Der Projektleiter Ulrich Eifler aus Oberdorla, ein ehemaliger Defa-Regisseur, beteiligt sich daran mit einer Video-Musik-Ton-Collage, die er in Kopplung mit Nico Wieditz aus Möhra erarbeitete. Ute Zyrus aus Nordhausen und Ellen Heuck aus Bad Langensalza zeigen grafische Blätter, zu denen sie sich durch Musik von Silke Gonzka aus Weimar inspirieren ließen. Susanne Worschech aus Erfurt wird mit dem polnischen Klangkünstler Blazej Dowlasz eine Installation von keramischen, auf Eisen gestellten, ruhenden Objekten zeigen, die gleichzeitig als Kubuslautsprecher und Lichtquellen dienen. Insgesamt werden von 30 Künstlern 14 Kopplungs-Projekte gezeigt.

Eröffnet wird die „Kopplung“ in der Landeshauptstadt am 7. April, um 19 Uhr. Gut fünf Wochen stellt sich der Verein Kunstwestthüringer mit dieser Ausstellung in der Landeshauptstadt vor.

 

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