Toleranz auf Reisen

Posted by on 9. März 2011
Installation von Reinhard Wand wurde ins Ruhrgebiet eingeladen

 

Eine gläserne Installation schickt der Dachrieder Künstler Reinhard Wand jetzt zur Ausstellung „Licht“ in das Kulturzentrum QQTec, in Hilden bei Düsseldorf. Wand ist der einzige Künstler aus dem Unstrut-Hainich-Kreis, dessen Arbeit für diese Ausstellung nominiert wurde.

 

Von Iris Henning

 

DACHRIEDEN.

Die gut zwei Meter hohe Installation aus Spiegelglas zog bereits im hiesigen Landkreis die Aufmerksamkeit auf sich. In dieser Installation geht ein Mann mit freundlich ausgestreckter Hand auf eine andere Person zu. Doch diese verschränkt trotzig die Arme vor dem Körper, nicht bereit, die Geste des guten Willens und Aufeinanderzugehens zu erwidern, nicht bereit, mit dem anderen auch nur ein Wort zu wechseln. Als Betrachter möchte man ihn am liebsten rütteln: Los, nun sag schon einen Ton! Sei nicht so störrisch!

Das Exponat schuf Wand für die Aktion „Kunst in Kirchen“ im Jahr 2006, die unter dem Thema „Spiegelungen“ stand. Sieben Wochen lang sollte die gläserne Figur, die für Toleranz gegenüber Andersartigen und Andersdenkenden steht, steht, ein spannender und zugleich irritierender Blickpunkt in der Kirche von Niederdorla sein. Aus den sieben Wochen wurden vier Jahre. Der Kirchgemeinde fiel es schwer, sich von dem Objekt zu trennen.

Derzeit ist die gläserne Installation in Leipzig zu sehen, in wenigen Tagen reist sie nach Hilden bei Düsseldorf. In der Ausstellung „Licht“ des Vereins QQTec soll sie gezeigt werden. QQTec steht für Kunst, Kultur und Technik. Von Ausstellungen nationaler sowie internationaler Künstler über Kleinkunst bis hin zu Opernarien gestaltet der Verein das kulturelle Leben in der Region mit. QQTec ist eine beliebte Adresse. Das Interesse der Künstler an einer Beteiligung an der Ausstellung „Licht“ war entsprechend groß. 122 Künstler aus der gesamten Bundesrepublik reichten etwa 400 Arbeiten ein. Ausgewählt wurden 28 Künstler, darunter Reinhard Wand. „Ich freue mich sehr, dass ich meine Installation nun auch im Ruhrgebiet zeigen kann und bin ebenso neugierig, was die anderen Künstler für Arbeiten ausstellen werden“, sagte er. Für ihn ist die Ausstellung ein Novum, erstmals ist er im Ruhrgebiet präsent. Eröffnet wird „Licht“ am Freitag, 25. März. Gezeigt wird sie bis zum 10. April. Die besten Arbeiten werden am letzten Ausstellungstag mit Preise geehrt.

 

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