Launen des Glücks

Posted by on 17. Februar 2011
Faschingsmuffel Nr. 9 begeisterte mit Literatur, Musik und Bühnenshow

Seltsam sind des Glücks Launen“. Unter diesem Titel schenkten Dr. Christel Burkhardt und die Gruppe „Swingtime“ am Mittwochabend einem voll besetzten Puschkinhaussaal einen glücklichen Abend.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Zum Faschingsmuffel Nr. 9 war eingeladen, zur großen Hut-Show der Grand Dame der Literatur, Dr. Christel Burkhardt. Die schwarzen und roten Kopfbedeckungen vom Zylinder bis zum breitkrempigen Schwinger sind längst zum Markenzeichen der alljährlich im Februar stattfindenden Anti-Faschings-Schau geworden. Statt auf Narrhalla-Marsch und Helau setzen die Literatin und ihre Musikerfreunde dabei auf eine stilvolle Unterhaltung aus einer Mischung kleiner literarischer Köstlichkeiten und unterhaltsamer Musik. In diesem Jahr kramten sie dafür in der Wortspielkiste des Glücks: Glück im Unglück, Glück in der Liebe, Glück im Spiel, Glück bei den Frauen, Glück mit Füßen treten …..

Diesen menschlichen Leiden und Leidenschaften widmen sich wohl schon seit Menschengedenken die Literaten und Philosophen. Die Akademikerin Dr. Christel Burkhardt schlug als Faschingsmuffel bei Frank Wedekind, Otto Reutter, Joachim Ringelnatz, Erich Kästner und natürlich bei Wilhelm Busch nach und servierte mit ihrem ureigenen Charme Humorvolles und Nachdenkliches.

Eine glückliche musikalische Begleitung lieferte die bestens gelaunte Gruppe „Swingtime“ mit Herbert Haberkorn am Saxophon und Klavier, Volker Hilbert an Klavier und Gitarre, Wolfgang Abe am Schlagzeug und Wolfgang Rewicki am Kontrabass und an der Gitarre.

Trotz Anti-Fasching-Gen mimen die Musiker dennoch gern mal den Komödianten. Bravo-Rufe gab’s für den kräftig gebauten Herbert Haberkorn, als der einen auf verwegenen Liebhaber machte und „Ich breche die Herzen der stolzenden Frauen“ lauthals in den Saal lispelte. Begeisterten Applaus ebenso für die Soli von Volker Hilbert, Wolfgang Rewicki und Wolfgang Abe.

Aber auch Faschingsmuffel Christel Burkhardt ist alle Jahre für eine Überraschung gut. Dieses mal gab sie ein Ständchen mit der Blockflöte, so anrührend, dass es beinah niedlich wirkte. Das kam an beim Publikum. Als Zugabe sollte es unbedingt noch einmal die Blockflöte sein, was selbst bei der Interpretin für Staunen sorgte. Seltsam sind eben des Glücks Launen.

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