Fantastische Reise

Posted by on 15. Januar 2011
Dr. Ralf Weise stellte ornithologische Impressionen aus dem südlichen Afrika vor

MÜHLHAUSEN.

Nicht ohne meine Kamera. Wenn der Dr. Ralf Weise zum Urlaub abhebt, hat er reichlich Gepäck dabei. Gut 20 Kilogramm wiegt allein die Fotoausrüstung, ohne die sich der Tierfotograf nicht auf die Reise macht. „Ornithologische Impressionen aus dem südlichen Afrika“ brachte er aus einer seiner jüngsten Fernreisen mit. Diesen Vortrag stellte der in Eigenrieden lebende Biologe jetzt im voll besetzten Kulturbundraum im Puschkinhaus vor.

Über eine bunte, faszinierende Tierwelt konnten die Besucher eine Stunde lang staunen. Von der Akaziendrossel über den Rotschwanzschmätzer bis zum Senegal Spornkuckuck stellte der Ornithologe eine große Vielfalt vor aus dem gefiederten Reich der Afrika-Vögel vor, von denen die meisten im Raum wohl noch nie etwas

REISENDER IN SACHEN NATUR: Urlaub bedeutet für Dr. Ralf Weise, mit der Kamera unterwegs zu sein. Seine Impressionen hält er in Bildern und Vorträgen fest. Foto: Iris Henning

gehört oder gesehen hatten. Eine gute Bekannte war aber immerhin die Nilgans. Dieses Tier hat sich längst auch hiesige Breiten als Wahlheimat auserkoren. Doch solche Exoten wie den waghalsigen Gaukler, den cleveren Gelb- und Rotschnabelmadenhacker oder das schöne Helmperlhuhn begegnet man in der Natur eben nur in Südafrika – oder aber in einem Vortrag wie diesen. Eingespielte Vogelstimmen machten den Vortrag zusätzlich zum Erlebnis.

Drei Wochen war Dr. Ralf Weise mit seiner Frau Kerstin im südlichen Afrika. Mit einem Leihauto entdeckten sie Naturschutzgebiete Namibia, Botswana und Simbabwe. Geschlafen wurde im Zelt, das an den Abenden auf dem Dach des Autos aufgebaut wurde. Die unmittelbare Nähe zur Natur ist beiden wichtig, auch, wenn sich manche Tierstimmen bedrohlich und unheimlich in der nächtlichen Dunkelheit vermischen.

Begegnet sind die Weises nicht nur gefiederten Tieren, sondern auch dem Großwild. Sie trafen auf Elefanten, Flusspferde, Löwen und Co., die der Naturfotograf in beeindruckenden Bildern festhielt. Mit begeistertem Applaus bedankten sich die Zuhörer bei dem Referenten für diese fiktive Reise in das südliche Afrika. Bei manch einem dürften das Fernweh und die Entdeckungslust erwacht sein.

Eingeladen zu dem Vortrag hatte der „Freundeskreis Heimische Natur“. Der nächste Vortrag des Freundeskreises findet am Donnerstag, 10. Februar statt. Dierk Röbke berichtet im Kulturbundraum über Parasiten im Pflanzenbereich.

Iris Henning

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