Gemütlich ins neue Jahr

Posted by on 27. Dezember 2010
Die meisten Kulturschaffenden meiden den Silvestertrubel

Weder Feuerwerk noch Saus und Braus: Die meisten Kulturschaffenden im Landkreis feiern den Jahreswechsel gemütlich im Kreis ihrer Familie und suchen dabei eine Auszeit aus dem sonst von Hektik geprägten Alltag.

Von Iris Henning

LANDKREIS.

Thomas T. Müller, der Direktor der Mühlhäuser Museen, freut sich auf einen gemütlichen Abend mit Frau und Kindern im heimischen Wohnzimmer. Ordentlich lachen will die Familie über die Helden der Muppet Show wie Kermit der Frosch, Miss Piggy, Fozzie Bär, Gonzo und Co.. „Wir werden den ganzen Abend lang auf DVD alte Folgen der Muppet Show ansehen“, verrät der Museumschef. Vom Garten aus soll das mitternächtliche Feuerwerk genossen werden, „immer in der Hoffnung, dass keiner der Feuerwerkskörper eines der Museen in Brand steckt“. Den Start in das neue Jahr verbindet Müller mit dem Wunsch, dass bei den Politikern in Stadt, Kreis und Land die Kultur weiter im Blick bleibt und die Mühlhäuser Museen auch in Zukunft auf die Unterstützung durch Politik und engagierte Bürgerschaft bauen können.

Abseits vom Silvestertrubel geht auch der Vorsitzende des Freundeskreises der Mühlhäuser Museen, Dr. Michael Scholl, ins das das neue Jahr. Mit seiner Lebensgefährtin will er das Silvesterkonzert in Weimar genießen. In Gedanken will er bei seiner Mutter sein, die in diesem Jahr verstorben ist.

„Wir gehen den Jahreswechsel eher bescheiden an“, blickt der Vorsitzende des Mühlhäuser Kulturbundes, Jürgen Thormann, auf die morgige Silvesternacht. Mit der Familie und im kleinen Freundeskreis will er die Musiksendungen im Fernsehen genießen. Vom Silvesterfeuerwerk hält er nicht viel. Lediglich ein Tischfeuerwerk gibt es und auch das nur, wenn die Enkel zu Besuch sind.

Ruhig soll der Jahreswechsel für die Vorsitzende des Kunstwestthüringers, Judith Unfug-Leinhos, werden. „Ganz in Familie, schönes Essen und was Gutes zu trinken“, hat sie sich für den Silvesterabend vorgenommen.

So will es auch der Mühlhäuser Galerist Peter Zimmer halten: „Nach vier Wochenenden in der Vorweihnachtszeit mit Programm in unserer Galerie freuen wir uns auf ein ruhiges Wochenende“.

Da scheint Bernhard Ohnesorge, der Leiter der 3K Theaterwerkstatt, völlig aus der Rolle zu fallen. Der gerade 66 Jahre alt gewordene Spielleiter feiert in der Spielstätte Kilianikirche mit einer flugs auf die Beine gestellten Neuinszenierung und einer Silvesterparty in das neue Jahr. Aber wer Bernhard Ohnesorge kennt, weiß, dass die Spielstätte sowieso sein zweites Zuhause ist.

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