Geschenke für St. Ulrich

Posted by on 12. Dezember 2010
Das jährliche „Angerleuchten“ ist stets ein Lichtblick für die Kirche

Die Eigenrieder waren fleißig. Für ihr Angerleuchten haben sie gut zwei Dutzend Kuchen gebacken, Tische voll Geschenke gebastelt, einen guten Schwung Würstchen gebraten und einige Liter Glühwein hergestellt. Das hat sich ausgezahlt: 850 Euro brachte der Advents- und Lichtermarkt an Gewinn zugunsten der Kirche St. Ulrich.

Von Iris HENNING

EIGENRIEDEN.

„Die Mühe hat sich gelohnt“, sagt Dr. Rolf Luhn. Er und die anderen Mitglieder des Fördervereins St. Ulrich freuen sich über das Ergebnis, das sich aus Spenden und den Verkaufserlös zusammensetzt.

Das Geld wird für die weitere Sanierung der Kirche des Dorfes gebraucht. Für diese Aufgabe engagiert sich der Förderverein seit sechs Jahren. Ein kaputtes Dach, eine Orgel, auf der nicht mehr gespielt werden konnte, feuchte Wände, eine baufällige Treppe im Kirchturm – das war die traurige Bestandsaufnahme vor sechs Jahren. Auf Geld aus den knappen Kassen der Kirchgemeinde und Kommune konnten die Eigenrieder nicht hoffen. Sie griffen zur Eigeninitiative und gründeten den Förderverein St. Ulrich. Das ganze Dorf war bald vom „Projekt St. Ulrich“ begeistert. Gewerbetreibende und Private spendeten Geld und legten mit rund 10.000 Euro einen guten Grundstein für die Sanierung. Kommune und Kirche gaben dazu, was sie konnten. Aus den Fördertöpfen des Städtebauförderprogramms des Landes, des Landesamtes für Denkmalpflege, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Kirchenkreises und der Landeskirche konnte Geld beantragt werden. Mittlerweile wurde das Dach erneuert, die Orgel restauriert, die Nordwand saniert und die Elektroinstallation in Kirchenschiff und -turm auf Vordermann gebracht. Es schlossen sich die Sanierung der Südwand der Turmtreppe an. Für zig Tausende Euro wurden Eigenleistungen gebracht. „Und das nicht nur von Mitgliedern unseres Fördervereins“, würdigt Dr. Luhn.

Seine nächste Aufgabe sieht der Förderverein darin, das barocke Deckengemälde zu restaurieren. Die Darstellung der vier Evangelisten und der Heiligen Dreieinigkeit, der Opferung Isaaks sowie musizierender Engel – 1753 geschaffen vom Mühlhäuser Maler Hermann Bauer – ist von Spuren der Nässe genarbt. Etwa 7000 Euro kostet die Restaurierung. Zudem will der Förderverein im kommenden Jahr mit dem Einbau der Bankheizung beginnen.

Das traditionelle „Angerleuchten“ hat für die Verwirklichung dieser Vorhaben ein gutes Stück beigetragen. „Allen Helfern ein herzliches Dankeschön“, so Dr. Luhn.

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