Eine Melodie zum doppelten Jubiläum

Posted by on 16. November 2010

MÜHLHAUSEN.

Auf zwei Jubiläen blickt der Maler Eberhard Vater: Gestern wurde der Pfarrer im Ruhestand 70 und beinah zeitgleich bilanziert er vier Jahrzehnte Malzeit. Seinen runden Geburtstag stellte der sympathische Herr nicht in den Mittelpunkt, seine künstlerische Arbeit schon: Am Mittwochabend wurde in der Kleinen Galerie im Kulturbund im Pusckinhaus eine Ausstellung namens „Vier Jahrzehnte Malerei“ eröffnet.

In dieser wartet der ausstellungserfahrene Eberhard Vater durchaus mit kleinen Überraschungen auf. Nicht nur seine geliebten Landschafts- und historischen Städtebilder zeigt er, sondern auch eine belebte Pariser Straßenszene und – eine Besonderheit im Vater’schen Schaffen – ein Porträt. Letzteres zeigt den Großvater seiner Frau Christina. Das Bild ist ein Andenken an diesen charismatischen Mann, der ein Bauer war. „Ich habe ihn sehr geliebt“, sagt Christina Vater. Froh sei sie, dass ihr Mann noch die Gelegenheit hatte, ihren Großvater kennenzulernen.

Zwei Premieren gab es zur Vernissage: Erstmals hielt der Direktor der Mühlhäuser Museen, Thomas T. Müller, eine Laudatio in der Kleinen Galerie. Er hob vor allem die stets harmonische Komposition in den Bildern des Künstlers hervor. Die zweite Premiere lieferte Christina Vater, die ihrem Mann stets eine verlässliche Gefährtin ist. Sie reihte sich mit ihrer Geige ein in die Formation der Kulturbund-Swingers, die die Ausstellungseröffnung musikalisch begleiteten. Die Virtuosin spielte an diesem Abend mit so sentimentalen Liedern wie „Summertime“ – die immer wieder gern verjazzte Arie aus der Oper Porgy and Bess von George Gershwin – aber in erster Linie für ihren Mann, den wunderbaren Maler.

Die warmherzigen Bilder in der Ausstellung „Vier Jahrzehnte Malzeit“ sind bis Anfang nächsten Jahres in der Kleinen Galerie zu sehen.

Iris Henning

DIASCHAU

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