Ein vergnügliches Kunstereignis

Posted by on 25. August 2010
Ein Fossil, das keines ist, will die Gedanken tanzen lassen

Es war einmal vor etwa 500 Millionen Jahren, als die Trilobiten begannen, die Erde zu bevölkern. Das taten sie in großer Zahl und Vielfalt. Die Trilobiten brachten es auf etwa 15000 Arten, bis vor etwa 250 Millionen Jahren ein großes Massensterben diese im Meer wohnenden Gliederfüßer ausrottete. Als Fossilien sind sie aber bis heute erhalten geblieben. Jetzt gibt es wieder einen Trilobiten. An diesem Wochenende will er auf sich aufmerksam machen.

Von Iris Henning

DACHRIEDEN.

Drei Herren sind es, die sich zur Künstlervereinigung „Trilobit“ zusammengeschlossen haben: der Bildhauer Olaf Meinel, der Grafiker Matthias Peinelt – beide aus Mühlhausen – und der Maler Reinhard Wand aus Dachrieden. Durch ihre Arbeiten und ihr Tun aus Stein, Holz, auf Papier und Leinwand wollen sie den nach ihnen Kommenden einen kreativen Gruß hinterlassen. Dabei wollen sie sich aber nicht als Fossil verstanden wissen, sondern als kreative Macher, die durch ihre lebendige Kunst Aufmerksamkeit erregen, Freude, Trauer, Wut erzeugen und Gedanken anstoßen. So formuliert es der Grafiker Matthias Peinelt.

An diesem Wochenende wollen sich die Trilobit-Herren erstmals öffentlich vorstellen. Sie laden am morgigen Samstag und folgenden Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr ein, mit ihnen gemeinsam ein „vergnügliches Kunstereignis“ zu erleben, während dem die Gedanken das Tanzen lernen. Trilobitischer Tatort wird der schön gestaltete Hof des Cafés „bisschen bunt“ in Dachrieden sein. Ihr bildhauerisches Talent wollen die Trilobiter mit Spaß und guter Laune zeigen, jederzeit interessiert, die Meinungen der Zuschauer zu hören und zu diskutieren. Wer Lust hat, kann auch selbst mit Hand anlegen, um unter fachkundiger Anleitung sein bildhauerisches Talent zu entdecken und auszuleben. Für einen Kostenbeitrag von 30 Euro am Tag stehen Arbeitsplatz, Werkzeug und Material zur Verfügung.

Vorgestellt wird während des vergnüglichen Kunstereignisses auch die neue „Mini-Galerie“ – ein buntes Häuschen mitten auf dem Hof des Cafés. Dort zeigen die Trilobiter eine kleine Auswahl ihres künstlerischen Schaffens und bieten diese auch zum Kauf an.

Das vergnügliche Kunstereignis soll der Beginn der öffentlichen Auftritte des neuen Trilobits sowohl im Unstrut-Hainich-Kreis als auch darüber hinaus sein. In immer neuer Form der Präsentation der Werke wollen der Bildhauer, der Grafiker und der Maler Aufmerksamkeit auf die Kunst lenken und dem Besucher und Betrachter Spaß an der Entdeckung der Sinne und Gefühle im Hier und Jetzt schenken.

An diesem Wochenende wollen die Trilobiter übrigens Trilobiten in Stein hauen. Diese versteinerten Tiere wären dann die 15001. Art der Gliederfüßer.

(Anmeldungen zum Mitmachen werden unter (036023) 52252 noch entgegengenommen)

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