Sensible Beobachtungen in Blau

Posted by on 20. August 2010
Doris Zeng las in der Stadtbibliothek aus einer Geschichtensammlung ihres Sohnes Michael vor

„Blaue Texte“ las die Kreisbibliothekarin im Ruhestand, Doris Zeng, jetzt in der Stadtbibliothek St.-Jakobikirche und stellte damit ihren Sohn Michael den Mühlhäusern und Gästen als Schriftsteller vor.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Warum „Blaue Texte“? Diese Frage beantwortete Doris Zeng am Anfang gleich selbst. Weil das die Lieblingsfarbe ihres Sohnes sei. Blau sei „das Beste, was es in der Welt gibt. Sie ist die Farbe aller Farben. Die blaueste von allen blauen“, zitierte sie Pablo Picasso und damit auch den Lieblingsspruch ihres Sohnes. Der Lieblingsfarbe hat sich die Vorleserin angepasst: Blaue Jacke, blau-weiß geringeltes Shirt, blaue Kette.

Die „Blauen Texte“ von Michael Zeng sind Kommentare, Reportagen, Satiren. Der junge Mann, der in Berlin lebt und leider nicht selbst vorlesen konnte, erzählt darin von den täglichen Begebenheiten und Erlebnissen, von Eindrücken und Beobachtungen und zeigt damit auch: Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Sie brauchen nur gefunden zu werden. Und sie bedürfen eines sensiblen, stillen Beobachters, der es versteht, die Geschichten pointiert aufzuschreiben.

Michael Zeng findet überall Aufschreibenswertes: im stillen Kämmerlein, wenn seine Gedanken um Mystisches kreisen, im Krankenhaus, wenn verschiedene Ärzte an ihm herumdoktern, im Urlaub, wenn ihm bewundernswerte Grazien ein Lächeln schenken.

Doris Zeng hat eine facettenreiche Auswahl der Leseproben ihres Sohnes vorgestellt. „Michael überlegt, ob er seine ’Blauen Texte’ einem Verlag anbieten will“, beantwortet sie eine Frage aus dem Publikum.

Wer mehr von dem schreibfleißigen Autoren lesen will, wird auch auf dessen Internetseite fündig: www.xblau.de.

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