Figuren zerstört und verschleppt

Posted by on 16. August 2010
Schüler enttäuscht: Ein Teil ihrer Arbeiten für das Kunst-in-Kirchen-Projekt fiel Vandalen zum Opfer

Ein lustiger Hingucker war die Figurengruppe am Ortseingang zu Eigenrieden. Länger als ein paar Tage standen die Figuren aber nicht. Vermutlich in der Nacht zu gestern wurden sie zerstört, gestohlen und zum Teil verschleppt.

Von Iris Henning

EIGNERIEDEN.

In bunten Farben hatten sich dort Zwerge positioniert, die sich beim genauen Hinschauen als Teufelchen und Engelchen darstellten. Die Figurengruppe „Teufelchen“ war ein Beitrag von Kindern und Jugendlichen aus dem Gymnasium „Käthe Kollwitz“ in Lengenfeld unterm Stein zum diesjährigen Projekt „Kunst in Kirchen“. An markanten Punkten hatten sie mit ihrer Kunsterzieherin Karin Lauberbach die Figuren als Zeichen gesetzt, die wegweisend zu den Kirchen St. Jakobus in Struth und St. Ulrich in Eigenrieden führen sollten. Die meisten Eigenrieder und Struther freuten sich über die bunte Bereicherung in ihren Dörfern. Doch seit gestern Morgen ist zumindest an zwei Standorten Schluss mit lustig. „Ich war unheimlich traurig, als ich heute, auf dem Weg zur Schule, die erbärmlichen Reste unserer Arbeit sah“, beschreibt die Kunsterzieherin ihre Enttäuschung. Auch die Schüler, die sie informiert hat, zeigten sich betroffen. „Wer macht denn so was?“, hätten sie gefragt.

Etwa 60 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 15 Jahren waren über mehrere Wochen hinweg damit beschäftigt, die aufwändigen Figuren aus Pappmaschee für das Kunstprojekt herzustellen. „Wir wollten den Einwohnern und den Besuchern des Kunstprojektes eine Freude machen“, sagt Frau Lauberbach. Doch diese Freude ist nun zumindest an zwei Stellen gestohlen bzw. zerstört worden: an der am Ortseingang zu Eigenrieden und wenige Meter weiter, ebenfalls an der Bundesstraße. Eine der Figuren fand die Kunsterzieherin wieder: Sie wurde im Nachbarort Struth abgesetzt – kaputt.

Gefallen lassen will sich Karin Lauberbach diese Zerstörungswut nicht so einfach. Sie will bei der Polizei Anzeige erstatten.

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