Chansons und Schrullen-Charme

Posted by on 8. August 2010
Neues Tagespflegezentrum schenkte den Senioren einen urgemütlichen Sommernachmittag

Schlager aus den 30er und 40 Jahren, ein bisschen Spaß und Unterhaltung: Das erste Sommerfest im neuen Tagespflegezentrum von Heike Klink war eine liebevoll vorbereitete Abwechslung für die zu Pflegenden und deren Angehörige.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Musik erklingt, Kaffeegeschirr klappert und das Geraune der Gespräche an den Tischen ist die Geräuschkulisse an diesem Nachmittag. Leises Lachen mischt sich unter. Es ist ein ruhiger Nachmittag, heiter und ausgelassen, so richtig nach dem Geschmack derer, die zusammengekommen sind. Gut zu Fuß sind die meisten nicht mehr und die Zeit, als großes Halligalli noch Spaß machte, liegt vermutlich lange zurück. Gehstöcke, Rollator und Rollstuhl sind unübersehbare Hilfsmittel. Im Moment werden sie aber nicht gebraucht und stehen unbeachtet an der Seite. An den Tischen sitzt es sich gemütlich, die Beschwerden scheinen für einen Moment vergessen. Die Plauderei mit den Nachbarn ist angenehm.

Für die Gespräche gibt es dann aber eine Pause. Heike Klink und ihre Kolleginnen haben sich etwas einfallen lassen, diesen sonnigen Nachmittag zu einem Sommerfest mit Drum und Dran werden zu lassen. Zwei schrullige Alte lotsen die Aufmerksamkeit auf sich. Sie wissen seltsame Beschwerden und noch seltsamere Ratschläge zur Linderung dieser zum Besten zu geben. Es sind Silvia Görlach und Barbara Geißenhöner vom Pflegepersonal, die in die Schrullen-Rollen schlüpften und für laute Lacher sorgen.

Stargast des Nachmittags ist dann aber Erik Käppler, ein sehr junger Mann aus dem Eichsfeld. Im Frack und mit Zylinder bezirpst der Jugendliche das betagte Publikum mit dem Charme der Chansons und Lieder aus den 30er und 40er Jahren. Auch Angehörige der Pfleglinge lassen sich nicht lange bitten. Ein Vortrag auf der Querflöte mit klassischen Liedern kommt ebenfalls gut an.

„Dieses Sommerfest ist unsere Premiere“, erklärt Schwester Petra, die rechte Hand der Chefin. Erst im Herbst vergangenen Jahres wurde dieses Tagespflegezentrum in der Nähe des Stadtzentrums, an der Feldstraße, eröffnet. 20 Plätze hält es bereit. Dieses Pflegeangebot wird gut angenommen. Die Angehörige der Betagten, die meist selbst schon im Rentenalter sind, wissen ihre Eltern tagsüber gut aufgehoben und betreut. „Mit unserer Tagespflege wollen wir beitragen, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können, ohne auf eine angemessene Betreuung, Freizeitangebote und Pflege verzichten zu müssen“, sagt Heike Klink.

Das Sommerfest war eines dieser Freizeitangebote. Zudem bot es den Angehörigen der zu Pflegenden die Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre kennenzulernen.

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