„Kopplung“ wird zum Schlusspunkt

Posted by on 30. Juni 2010
Der Verein Kunstwestthüringer verabschiedet sich nach über acht Jahren von der Galerie o.T.

„Kopplung“ ist der Titel der allerletzten Ausstellung, die gegenwärtig in der Galerie o.T. an der Dr.-Wilhlem-Külz-Straße in Mühlhausen zu sehen ist. Acht Kunstwestthüringer haben sich Partner aus der Kunstszene gesucht und sich in Kunstwerken gekoppelt.

MÜHLHAUSEN.

Entstanden ist in diesem experimentellen Prozess der Annäherung eine außergewöhnliche Vielfalt: Grafik trifft auf Skulpturen, japanische Versformen auf Miniaturgemälde, schroff gesägte Holzpaneele paart sich mit einer geheimnisvollen Liebesbotschaft, zwei Fotografen spielen mit dem Thema „Nicht sehen, nicht hören, nicht sagen“, zwei miteinander befreundete Künstlerinnen zeigen ihr Einvernehmen in gemeinsam gemalten Bildern …

Die Ausstellung „Kopplung“ wird vom Verein „Kunstwestthüringer“ als Höhepunkt hervorgehoben. Sie soll das vielfältige Wirken der Künstler aus der Region zeigen.

„Kopplung“ ist aber nicht nur ein Höhepunkt. Sie ist auch Schlusspunkt. Diese Ausstellung setzt eine traurige Wegmarkierung im 20. Lebensjahr des Vereins. Sie ist die letzte Ausstellung in diesem Vereinshaus an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. Nach gut achteinhalb Jahren muss sich der Kunstwestthüringer aus finanziellen Gründen von diesem trennen.

Vielleicht war es gerade dieser Trennungsgedanke, der die Künstler dazu gedrängt hat, sich dieses Letzte besonders zu präsentieren. Die Ausstellung lässt keinen Abschiedsschmerz, keinen Es-ist-alles-vorbei-Gedanken spüren. Im Gegenteil. In „Kopplung“ ist viel Neues, mitunter auch Provozierendes zu sehen, dass sie eine Jetzt-erst-recht-Aufbruchstimmung vermittelt.

Ideen, sich trotz des Verlustes der liebgewordenen Ausstellungsräume weiterhin zu präsentieren, gibt es. „Wir machen weiter“, ist die Vorsitzende Judith Unfug-Leinhos aus Thamsbrück trotz Finanznot optimistisch.

Bis Ende des Monats August ist „Kopplung“ noch in der Galerie o.T. in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 20 zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

DIASCHAU

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