Kleine Nützlichkeiten

Posted by on 23. Juni 2010
Berufsschülerinnen probierten sich in Holzarbeiten und fertigten Schilder an

„Rettungspunkte“ haben die Schüler im Berufsvorbereitungsjahr der Beruflichen Schulen des Landkreises angefertigt. Die insgesamt 66 Schilder werden nun von den Förstern im Wald angebracht.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Helfer in Notsituationen: Sarah und Julia (vorn) sowie Stefanie, Theresa, Jennifer, Desi und Larissa haben unter Anleitung ihres Fachlehrers Benno Hebenstreit Schilder für Rettungspunkte gefertigt.

Holzarbeiten? Vor einem guten Jahr hätten sich die jungen Damen wohl nicht vorstellen können, jemals solche auszuüben. Aber das Berufsvorbereitungsjahr ließ ihnen eigentlich keine andere Wahl. Unter Anleitung ihrer Fachlehrer Benno Hebenstreit und Michael Seifert wurden im „fachpraktischen Holztechnikunterricht“ mit einer CNC-Maschine 66 Schilder mit dem Schriftzug „Rettungspunkt“ und der dazugehörigen Ziffer-Kombination gefräst. Anschließend wurden sie farblich gestaltet und mit Holzschutzlasur behandelt.

Jetzt haben die Jugendlichen die Schilder den zuständigen Förstern übergeben. Ein erstes Schild brachte Revierförster Peter Thoms gemeinsam mit den Jugendlichen am Rettungspunkt am Weißen Haus an.

„Die Rettungspunkte dienen zum schnelleren Finden von verletzten oder verunglückten Waldbesuchern oder Waldarbeitern und werden in allen Thüringer Wäldern angebracht“, erklärt Thoms. Anhand der Daten auf den Holzschildern, die dem jeweiligen Landkreis zugeordnet sind, können die Retter in den Leitstellen die exakte Position ermitteln. Das setzt allerdings voraus, dass die Hilfesuchenden den Rettungspunkt kennen. „Darum werden die Schilder dort angebracht, wo sie schnell zu finden und gut zu lesen sind“, erklärt Thoms.

Die Schilder für die Rettungspunkte war ein so genanntes regionalspezifischen Projekt für die Schüler im Berufsvorbereitungsjahr, erklärt Benno Hebenstreit. Während dieser Projekte sollen die jungen Leute etwas Nützliches für die Region schaffen und auch erkennen, wie viel Arbeit sich beispielsweise hinter so einem kleinen Schild verbirgt. Ein weiteres solches Projekt war in der Vergangenheit der Bau einer Brutbeobachtungsstation im Schullandheim am Stadtwald. Der nächste Jahrgang der Berufsvorbereitungsschüler soll sich auch wieder mit einem Projekt für das Schullandheim beschäftigen.

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