Abschied und Neuanfang

Posted by on 19. Juni 2010
Mit „Kopplung“ wurde die letzte Ausstellung im Kunstwestthüringer-Haus eröffnet

Mit der Ausstellung „Kopplung“ verabschiedet sich der Verein Kunstwestthüringer von seinen Ausstellungsräumen der Galerie o.T. an der Dr.-Wilhelm-Külz-Stra゚e 20. Am 17. Juni wurde die „Kopplung“ eröffnet.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Was für den Kunstwestthüringer ein Abschied ist, könnte für die Mühlhäuser Keramikerin und Grafikerin Marion Walther und ihre in Leipzig lebende Tochter Tanja, die Grafikdesign studiert hat, der Beginn von etwas Neuem sein. Erstmals probieren sich Mutter und Tochter mit einem gemeinsamen Projekt aus.

Anlass dafür gab das Ausstellungsthema „Kopplung“. Künstler des Kunstwestthüringers standen vor der Aufgabe, sich einen Partner oder eine Partnerin für ein gemeinsames Projekt zu suchen. Marion Walther ging auf ihre Tochter zu. „Das wurde aber auch endlich mal Zeit“, willigte Tanja sehr gern ein. Mit Arbeiten in Tusche und Acryl kam sie am Mittwochabend nach Mühlhausen. Sie sind die Ergänzung für die neuen Keramikarbeiten aus dem Marion-Walther-Atelier. Die Keramikerin überrascht mit einer Kopf-Serie. Entstehungort eines jeden dieser Vierer-Gruppe war eine einzige Form. Vierlinge sind es trotz der トhnlichkeit indes nicht. Jede Figur zeigt einen eigenen, individuell ausgeprägten Charakterkopf. Das liegt schon im Ausgangsmaterial begründet: Schwarzen Ton, roten Ton, wei゚en Ton und Porzellan wählte die Künstlerin. Unterschiedliche Farbgebung verleiht den Köpfen unverwechselbares Aussehen, unterstreicht deren Einzigartigkeit. Jeder Kopf ist ein Kopf für sich. Und doch können sie ihr Verwandtschaftsverhältnis nicht leugnen..

An die Serienarbeit knüpft auch Tochter Tanja an. Sie wählte aus ihren Serien „Verbindungen“ (Entstehungsjahr 2008) und „Umgebung“ (Entstehungsjahr 2010) Exponate aus und setzte sie in Szene mit den mütterlichen Arbeiten.

Insgesamt beteiligten sich acht Künstler des Kunstwestthüringers an der Ausstellung „Kopplung“. Entstanden ist eine interessante Mischung aus Fotografie, Malerei und Objekten, angereichert mit Humor, Lyrik, Philosophie, Satire oder einfach nur der unbändigen Lust zu Farbe und Formen.

Die Ausstellung „Kopplung“ an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße ist bis Ende Juli zu sehen. Dann wird der Verein Kunstwestthüringer dieses Haus verlassen. Fast neun Jahre haben die Kunstwestthüringer darin mit vielen Ausstellungen und künstlerischen Aktionen das Kulturleben der Stadt bereichert.

Nun wird der Kunstwestthüringer neue Wege für sich finden müssen. Parallel dazu wollen Marion und Tanja Walther für sich einen weiteren beschreiten: Diese Mutter-Tochter-Kopplung soll erst der Anfang für weitere gemeinsame Aktionen gewesen sein.

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