Blues für einen Baum

Posted by on 9. Juni 2010
Konzert der Village Blues Band brachte nicht nur Geld, sondern auch Aufmerksamkeit für ein Naturdenkmal

Die Blues-Band spielte und das Publikum genoss und spendete. Es war nicht irgendein Konzert der Village Blues Band aus Horsmar. Es war ein Benefizkonzert zugunsten der alten „Backstorlinde“ im Dorf.

HORSMAR.

„Blues für die Linde war ein Erfolg“, resümieren Roland, Hagen und Sebastian Trautmann – das Village-Blues-Band-Trio. Wenngleich sie sich über ein paar mehr Gäste gefreut hätten, habe es dem Publikum gut gefallen. Bei der Sammlung während des Konzertes sind schließlich 422,13 Euro (!) zusammen gekommen. Diesen Betrag hat der Horsmarer Landarzt Dr. Levi spontan auf 500 Euro aufgerundet. Nun steht die Sammeldose weiterhin in seiner Arztpraxis, wo jeder, der es möchte, einen Obolus zur Rettung der alten Linde geben könne.

Die Village Blues Band setzt sich mit ihrer Musik für den Erhalt des alten Baumes, der mitten auf einer Straßenkreuzung am Ortsausgang nach Zella und Lengefeld steht, ein. Die Winterlinde, die im Dorf seit Generationen nur „Backstorlinde“ genannt wird, ist etwa 250 Jahr alt und wurde im Jahr 1936 zum Naturdenkmal erklärt. Allerdings befindet sich der Baum in einem sehr schlechten Zustand. Die Vitalität des Baumes hat in den letzten Jahren deutlich gelitten. Bereits vor vier Jahren initiierten Horsmarer Bürger eine Rettungsaktion für ihren Baum. Mit ihrer Aktion sollte eine bessere Belüftung und damit Versorgung der Wurzeln erreicht werden.

Das allein reicht aber nicht. Besonders in den warmen und trockenen Sommermonaten braucht die Backstorlinde viel Wasser, um auf dem ihr überlassenen knappen Lebensraum auf der Straßenkreuzung überleben zu können. Das Wasser aus der nahen Unstrut kostet zwar nichts und die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr wollen ebenfalls gern helfen. Doch Geld für die Technik und den Energieeinsatz wird schon gebraucht. Die 500 Euro werden der alten Linde helfen.

Das Benefizkonzert der Village Blues Band wurde im Übrigen unterstützt durch den Nachwuchs von Hagen Trautmann: Albert (6) an Percussion und Didgeridoo, Julius (12) am Es-Alt Saxophon

und Charlotte (13) am Piano. Herbert „Bumper“ Haberkorn aus Mühlhausen spielte Saxophon.

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