Es gibt noch Ideale

Posted by on 3. Mai 2010
Freundeskreis Mühlhäuser Museen zählte bei seiner Gründungsversammlung mehr als hundert Mitglieder

„Ich brauche keine Millionen“, sang das Lehrergesangsquartett der Kreismusikschule Johann Sebastian Bach unmittelbar nach der Gründung des Vereins „Freundeskreis Mühlhäuser Museen“. Etwas Geld wird aber doch gebracht, wenn der neue Freundeskreis seinen Zweck erfüllen will.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur will der Freundeskreis an den Mühlhäuser Museen fördern. So steht es in der Satzung. Schon vor der eigentlichen Gründung machte sich der Initiator des Freundeskreises, Dr. Michael Scholl, an die Fleißarbeit, Kulturmenschen im ganzen Landkreis dafür zu begeistern und Verbündete für seine Idee zu suchen. Das Resultat nannte der Vorsitzende des Zweckverbandes Mühlhäuser Museen, Matthias P. Gliemann, am Freitagabend im bis auf den letzten Stuhl besetzten Versammlungsraum im Museum am Lindenbühl „überwältigend“. „Es kommt meines Wissens nur sehr selten vor, dass ein Verein bereits vor seiner eigentlichen Gründung eine solch stattliche Anzahl von Beitrittserklärungen vorzuweisen hat“, verwies er auf die hundert Mitgliedschaftserklärungen.

Diese Bereitschaft, sich für Bildung und Forschung einzusetzen, beeindruckte auch Dr. Jochen Golz, den Präsidenten der Goethegesellschaft in Weimar. Er sprach während der festlichen Gründungsveranstaltung über „Epochen geselliger Bildung“, zog Parallelen in die Zeit, als Goethe wirkte, und sieht Mühlhausen Zeichen setzen für bürgerschaftliches Engagement. Anlass zur Sorge sieht er allerdings auch, so im bundesweit „schleichenden Verfall“ der Kulturlandschaft. Es bestehe die Gefahr, dass selbst die elementaren Kulturangebote weggespart werden. Bürgerschaftliches Engagement dürfe von politischer Seite nicht dazu missbraucht werden, sich vollends aus der Pflicht zu ziehen. Davor warnte auch Dieter Höhnl, der Vorsitzende des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums in Weimar, der an diesem Abend ebenfalls seinen Beitritt zum Mühlhäuser Freundeskreis erklärte und vermutlich der 101. Freund im Museumsbund ist.

Zu den Gründungsmitgliedern zählt ebenfalls Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum (pl). „Es ist einfach fantastisch, wie viele Menschen sich gefunden haben, um ein traditionsreiches Stück Kulturlandschaft in Mühlhausen zu unterstützen“, sagte er. Und: „Ich sehe es mit großer Freude, dass es innerhalb unserer Bürgerschaft noch andere Ideale gibt als nur den Konsum“.

Zum Vorsitzenden des Freundeskreises wählten die Gründungsmitglieder Dr. Michael Scholl, zum Stellvertreter Dr. Falk Walther. Seinen Beitrag zur geselligen Bildung will der Freundeskreis durch Vorträge und Museumsgespräche, Diskussionen und Exkursionen leisten. Außerdem will er die Mühlhäuser Museen unterstützen, für ihre bedeutenden Sammlungen wichtige Exponate zu erwerben und Kulturgüter zu bewahren. Die Mühlhäuser Museen besitzen viele Kulturschätze, die einer dringenden Sanierung bedürfen, wenn sie erhalten werden sollen. Dafür braucht man eigentlich Millionen. Aber auch kleine Schritte, wie sie der Freundeskreis mit Unterstützung vieler möglich machen will, ermöglichen einen Weg.

Freundeskreis Mühlhäuser Museen zählte bei seiner Gründungsversammlung mehr als hundert Mitglieder

„Ich brauche keine Millionen“, sang das Lehrergesangsquartett der Kreismusikschule Johann Sebastian Bach unmittelbar nach der Gründung des Vereins „Freundeskreis Mühlhäuser Museen“. Etwas Geld wird aber doch gebracht, wenn der neue Freundeskreis seinen Zweck erfüllen will.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur will der Freundeskreis an den Mühlhäuser Museen fördern. So steht es in der Satzung. Schon vor der eigentlichen Gründung machte sich der Initiator des Freundeskreises, Dr. Michael Scholl, an die Fleißarbeit, Kulturmenschen im ganzen Landkreis dafür zu begeistern und Verbündete für seine Idee zu suchen. Das Resultat nannte der Vorsitzende des Zweckverbandes Mühlhäuser Museen, Matthias P. Gliemann, am Freitagabend im bis auf den letzten Stuhl besetzten Versammlungsraum im Museum am Lindenbühl „überwältigend“. „Es kommt meines Wissens nur sehr selten vor, dass ein Verein bereits vor seiner eigentlichen Gründung eine solch stattliche Anzahl von Beitrittserklärungen vorzuweisen hat“, verwies er auf die hundert Mitgliedschaftserklärungen.

Diese Bereitschaft, sich für Bildung und Forschung einzusetzen, beeindruckte auch Dr. Jochen Golz, den Präsidenten der Goethegesellschaft in Weimar. Er sprach während der festlichen Gründungsveranstaltung über „Epochen geselliger Bildung“, zog Parallelen in die Zeit, als Goethe wirkte, und sieht Mühlhausen Zeichen setzen für bürgerschaftliches Engagement. Anlass zur Sorge sieht er allerdings auch, so im bundesweit „schleichenden Verfall“ der Kulturlandschaft. Es bestehe die Gefahr, dass selbst die elementaren Kulturangebote weggespart werden. Bürgerschaftliches Engagement dürfe von politischer Seite nicht dazu missbraucht werden, sich vollends aus der Pflicht zu ziehen. Davor warnte auch Dieter Höhnl, der Vorsitzende des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums in Weimar, der an diesem Abend ebenfalls seinen Beitritt zum Mühlhäuser Freundeskreis erklärte und vermutlich der 101. Freund im Museumsbund ist.

Zu den Gründungsmitgliedern zählt ebenfalls Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum (pl). „Es ist einfach fantastisch, wie viele Menschen sich gefunden haben, um ein traditionsreiches Stück Kulturlandschaft in Mühlhausen zu unterstützen“, sagte er. Und: „Ich sehe es mit großer Freude, dass es innerhalb unserer Bürgerschaft noch andere Ideale gibt als nur den Konsum“.

Zum Vorsitzenden des Freundeskreises wählten die Gründungsmitglieder Dr. Michael Scholl, zum Stellvertreter Dr. Falk Walther. Seinen Beitrag zur geselligen Bildung will der Freundeskreis durch Vorträge und Museumsgespräche, Diskussionen und Exkursionen leisten. Außerdem will er die Mühlhäuser Museen unterstützen, für ihre bedeutenden Sammlungen wichtige Exponate zu erwerben und Kulturgüter zu bewahren. Die Mühlhäuser Museen besitzen viele Kulturschätze, die einer dringenden Sanierung bedürfen, wenn sie erhalten werden sollen. Dafür braucht man eigentlich Millionen. Aber auch kleine Schritte, wie sie der Freundeskreis mit Unterstützung vieler möglich machen will, ermöglichen einen Weg.

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