Fabelhafte Welt

Posted by on 22. April 2010
Premiere in der 3K-Theaterwerkstatt: Geschichten aus dem Zauberwald

Ein Wolf, der fliegen möchte, ein zweiköpfiges Wesen, das in seiner Experimentierküche Schauriges herstellt und ein lustiges Fantil erzählen „Geschichten aus dem Zauberwald“. Diese 3K-Inszenierung hat am Sonntag, 25. April, in der 3K-Spielstätte Premiere.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Die eine Hexe sehnt sich nach einem sudeligen Blutbad, die andere heult bei schlechter Laune Fluten von Tränen, die Dritte und Kleinste im Bunde heckt Streiche aus. Zyklopen sind gemütliche, aber seltsame einäugige Wesen und ein Wolf möchte so gern fliegen lernen: ワber das Leben im Zauberwald können Menschenkinder nur staunen. Langweilig ist es dort jedenfalls nie, so lange die Fabelwesen, Hexen und Tiere dort in ihrer phantasievollen Welt tun und lassen können, wozu sie gerade Lust haben. Sie stürzen sich von einem seltsamen Abenteuer in das nächste.

Mit pointiertem Witz und viel kindlichem Charme agieren die jungen Helden in ihrem Zauberwald. 14 Kinder aus der 3K-Kindergruppe schlüpfen in die Rollen der Bewohner. Die Neun- bis 14-Jährigen haben ihr sichtliches Vergnügen daran, sich mit Krokodilen anzufreunden, ein gruseliges Monster aus einer Suppe steigen zu lassen oder wie ein einäugiger Riese zu essen. Sie singen und reimen, hämmern und klopfen was das Zeug hält und als würden sie nichts lieber machen, als auf der Bühne zu spielen. Fünf der jungen Darsteller machen dies zum ersten Mal: Sie sind noch ganz neu in der Kindergruppe. „Aber sie spielen bereits richtig gut, zeigen viel Talent“, lobt Regisseurin Karen Becker. Gut vierzig Minuten dauert das agile Zauberwald-Stück, an dem sowohl kleine Leute ab drei Jahre und auch Groß- und Urgroßeltern ihre helle Freude haben werden.

Die „Geschichten aus dem Zauberwald“ sind Erfindungen aus der 3K-Theaterwerkstatt. Schon einige Zeit lag die Idee für diese Geschichten in der Schublade. Die Theaterpädagogin Karen Becker und die FSJlerin Saskia Rudat griffen sie auf und gestalteten ein fantasievolles Theater für Kinder mit Reimen, Liedern und Musik. „Es ist ein Stück von Kindern für Kinder“, sagt Karen Becker. „Aber auch die Großen haben ihren Spaß daran“, fügt sie hinzu

Am Sonntagnachmittag haben die „Geschichten aus dem Zauberwald“ Premiere. Um 16 Uhr beginnt die Vorstellung innerhalb der Reihe Theater-Tee in der 3K-Spielstätte, Unter der Linde 7.

Abschied von Mühlhausen

Karen Becker geht nach einem Jahr schon wieder: Ihre vierte 3K-Inszenierung ist die letzte

Es ist ihr viertes und ihr letztes Stück als Regisseurin in der 3K-Theaterwerkstatt: Karen Becker verlässt das Haus. Mit dem Theaterstück „Geschichten aus dem Zauberwald“ von Kindern für Kinder verabschiedet sich die Theaterpädagogin.

„Armer Ritter“, „Hikikomori“ und „Hier ist, was übrig ist“ tragen ihre Handschrift. Mit der aktuellen Inszenierung verabschiedet sich Karen Becker aus Mühlhausen. Ihr Intermezzo war kurz. Anfang vergangenen Jahres kam die Theaterwissenschaftlerin nach Mühlhausen, ins 3K. Jetzt geht sie wieder. Die Gründe sind vielfältig: Finanznot in der Theaterwerkstatt und die Sehnsucht nach einer anderen Herausforderung sind möglicherweise zwei davon.

Die Inszenierung des „Hikikomori“ war ein Erfolg für die junge Theaterfrau. Das Stück wurde vom Thüringer Sozialministerium mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Auch in die „Geschichten aus dem Zauberwald“ investierte Karen Becker viel Liebe, lobt und lenkt gemeinsam mit der Ko-Regisseurin Saskia Rudat die jungen und sehr jungen Darsteller hin zu guten und sehr guten Leistungen auf der Bühne. Unterstützt wird das Regie-Duo dabei von Sebastian Gabriel (Licht) sowie von Barbara Schäfer und Lia-Marlin von Oesen sowie der Jugendkunstschule und der Künstlerin Marion Walther (Ausstattung).

DIASCHAU

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