Amüsante Aufklärung eines fiktiven Verbrechens

Posted by on 19. April 2010
Während die kriminelle Party-Gesellschaft dinierte, wurde mit Witz und Spaß ermittelt

Es lebe der Lotto-Millionär. Während die Toasts auf den vermeintlichen Glückspilz ausgesprochen wurden, hatte Selbiger schon das Zeitliche zwangsweise segnen müssen. Ein Damenstrumpf war das Mordwerkzeug und die „Söhne Mama’s“ nahmen die Ermittlung auf.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Krimi-Zeit im großen Saal des Puschkinhauses. Der frische Lotto-Millionär Karl-Heinz (Kalle) Hufeisen lädt Freunde, Bekannte und Geschäftsleute zur Drei-Tage-Gewinnerparty ins Hotel „Lucky Looser“ ein. Gerade als die Party richtig losgehen soll, ist sie eigentlich schon zu Ende, denn „Kalle“ musste zahlen – mit seinem Leben. Nur gut, dass der gerade gewaltsam verblichene Gastgeber schon das Dinner bestellt hatte. Zu schade wäre es um diese Köstlichkeiten gewesen. Darin waren sich auch die Ermittler, die „Söhne Mama’s“, einig. Die Pausen zwischen dem Drei-Gänge-Menü mussten reichen, den Mörder ausfindig zu machen. So viel stand jedenfalls fest: Der muss sich unter der illustren Party-Gesellschaft befinden. Letztlich waren es die scheinbar besten Freunde des Lotto-Millionärs, die ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerieten. Motive kramten die köstlich-komischen Ermittler genügend zutage: Erpressung, Eifersucht, nicht bezahlte Rechnungen …

Zum Kriminal-Dinner war am Wochenende in das Puschkinhaus eingeladen. Das Chemnitzer Duo „Söhne Mama’s“ – Ullrich Zwintscher und Manfred Clausner – spielte zwischen und mit den Gästen eine Kriminalkomödie, gewürzt mit Sketchen und verrückte Persiflagen. Der Spaß begann bereits am Einlass. Zwei Herren in Schwarz, Typ auffällige Sicherheitsleute, hatten die Gäste beständig im Blick, um ihnen später noch ihre Rollen im folgenden Spiel zuzuschieben. Denn dieses Kriminal-Dinner lebt von der Mitspiellust der Gäste und dem Improvisationsvermögen der Komiker. Nach guten drei Stunden ist dann der Fall „Kalle“ gemeinsam gelöst. Die Gäste haben sich in dieser Zeit gut amüsiert – und gut gegessen.

Mit dem Kriminal-Dinner wurde ein Stück Erlebnisgastronomie angeboten. Das Mühlhäuser Publikum reagierte vorerst vorsichtig-zurückhaltend darauf.

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