Ein kleiner Annäherungsversuch

Posted by on 1. April 2010
Im Mehrgenerationenhaus zeigen Künstlergenerationen ihre Sicht auf das Leben

Künstlergenerationen begegnen sich derzeit im Mehrgenerationenhaus. Sie zeigen im oberen Foyer mit ihren Bilden ihre Sicht auf das Leben. Die Jüngste unter ihnen ist Andrea Koch. Mit ihren etwa 30 Jahren könnte sie die Enkeltochter des Ältesten sein: Werner Weidenbach, der im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag feierte.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Es ist wohl das erste Mal in der Geschichte dieses Hauses an der Puschkinstraße, dass sich Generationen versuchen, künstlerisch anzunähern. Es ist vorerst ein kleiner Annäherungsversuch, wohl auch bedingt durch die Enge des Raumes. Eine Ausstellung im größeren Stil ließe der nicht zu. Das hat durchaus etwas Gutes. Denn wenn Mühlhausen auch klein ist: Nicht alle sieben Künstler, die Bilder zur Ausstellung lieferten, kannten sich. Namen wie Birgit Koch und Sibylle Tasch hat bislang kaum wer gehört. Selbst, wenn die Künstler untereinander kaum ins Gespräch kamen, haben sie sich doch zumindest visuell kennengelernt und – vielleicht – mit ihren jeweiligen Bildern die Neugier der anderen geweckt.

Der künstlerische Annäherungsversuch zwischen Judith Unfug-Leinhos, Andrea Koch, Sibylle Tasch, Werner Weidenbach, Norbert Hoßbach, Siegfried Böhning und Mario Götting hat einen weiteren Synergieeffekt: Die Ausstellungseröffnung am Montagabend war zugleich eine Begegnung der Generationen. Der jüngste Gast, im Übrigen sehr kunstinteressiert, war vielleicht ein gerade Mal sechs Jahre altes aufgewecktes Mädchen. Die ältesten Besucher haben das 70-plus-Alter schon erreicht. Über die Betrachtung der Bilder kamen sie schnell miteinander ins Gespräch. Das wird vor allem den Organisator der Ausstellung, den Deutschen Frauenring freuen. Der Versuch des Frauenrings, mit dieser Ausstellung Alt und Jung auch für das Mehrgenerationenhaus zu interessieren, ist zumindest am Abend der Ausstellungseröffnung gelungen. Alt und Jung auf diese Art zusammenzuführen, würdigte auch Museumsdirektor Thomas T. Müller in seiner Laudatio.

Die Ausstellung mit dem sehr langen Titel „Künstler-Generationen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis zeigen mit ihren Bildern ihre Sicht auf das Leben“ ist bis Ende Mai zu sehen.

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