Feinschmecker grillen nicht nur Steaks und Würstchen

Posted by on 23. März 2010

Ob Fisch, Huhn, Pfirsich, Tomaten oder Paprika: Der 68-jährige Feinschmecker und Deutscher Profi-Grillmeister Uwe Hoßfeld aus Cottbus grillt nicht nur Steaks und Würstchen. Er weiß schließlich auch, wie es geht.

Mit seiner Kunst am Grill brutzelte er sich im Jahr 2006 in die Liga der Deutschen Profi-Grillmeister. In der Kategorie Fisch wurde Uwe Hoßfeld sogar Europameister. Seine Menüs sind abwechslungsreich und bestehen aus mehreren Gängen. Seine Menüfolgen lesen sich wie eine Karte eines Nobelrestaurants: Paprika mit Mascarpone, Lachs im Wirsingblatt, Spareribs gefüllt mit Feige, Banane mit einem Schuss Rum-Honig, gibt es zum Beispiel.

„Ich freue mich aber auch über eine leckere Thüringer Bratwurst“, bekennt sich der Meister zum Bratwurstland Thüringen, seine Heimat. Er ist gebürtiger Mühlhäuser und den Duft der köstlichen Röstaromen, den die gebrutzelte Würste jeden Sommer über die Gartengrenzen hinweg verbreiteten, hat er nie vergessen. Als Profi-Griller weiß er ganz genau, wie die ideale Rostbratwurst sein muss: „Die Kunst des Grillens liegt darin, den Idealzustand zwischen knuspriger Bräune außen und lockerer Saftigkeit innen zu treffen“. Sein Tipp an alle Grill-Eleven: Unter ständigem Wenden scharf anbraten und dann ganz langsam weitergrillen. Die Röstaromen beginnen sich bei einer Brattemperatur zwischen 160 und 200 Grad zu entfalten.

Und wie ist das mit dem Ablöschen? Bier oder Wasser? Der erfahrene Profi-Griller braucht weder das eine noch das andere: „Mit dem Ablöschen wird nur die Asche der Holzkohle aufgewirbelt.“

Ein Drei-Gänge-Menü

Für die Leser dieser kleinen Internet-Zeitung hat Uwe Hoßfeld ein kleines Drei-Gänge-Menü zusammengestellt:

Als Vorspeise empfiehlt er gefüllte Champignonhüte oder Tomaten. Als Füllung eignet sich zum Beispiel gekräuterter Frischkäse. Die Champignons oder Tomaten werden in einer Aluminiumschale auf den Grill gegart.

Als Hauptgericht gibt es knusprige Brätl. Dafür eignen sich Kammscheiben ohne Knochen am besten. Die werden tags zuvor in einer Marinade eingelegt. Die Marinade kann ganz individuell nach den persönlichen Geschmacksvorlieben zubereitet werden. Zum Beispiel kann man Senf, Salz, Pfeffer und Bier vermischen. Die Brätl dann auf dem heißen Grill scharf anbraten und langsam garen lassen.

Exquisit ist die Nachspeise: mit Brombeeren gefüllte Pfirsichhälften. Pfirsichhälften innen mit Zitronensaft beträufeln, die Brombeeren hineingeben und zehn Minuten ziehen lassen. Honig und Butter in einem Schälchen mischen. Pfirsichhälften nun indirekt grillen. Das geht so: Die Früchte auf den mit Alufolie bespannten Grillrost legen. Unter den vorgeheizten Grill schieben und einige Minuten leicht bräunen lassen. Dabei ab und zu mit der Butter-Honig-Mischung bestreichen.

Na dann: guten Appetit!

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