Elite zwischen Macht und machtlos

Posted by on 15. März 2010
Filmfestival endet am Donnerstag mit Diskussionsrunde über Kultur in einer kleinen Stadt

Mit „Zuos – Schule der Elite“ wird am kommenden Donnerstag, 18. März, das Filmfestival „Uebermacht“ in der 3K-Spielstätte Kilianikirche abgeschlossen. Spannender als die Filmausschnitte, die gezeigt werden, wird die anschließende Diskussion zum Thema „Kultur – Elite in einer kleinen Stadt? Zwischen Macht und machtlos“ sein.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

TRAURIG und bedrückend ist die gegenwärtige Situation um die Kultur in einer kleinen Stadt.

Um die Kultur in Mühlhausen wird es gehen. Der geht es schlecht wie nie. Die zunehmende Geldnot im kommunalen Haushalt droht sich in diesem Jahr auf die Kunst- und Kulturanbieter auszuwirken, wie nie zuvor. Die Mühlhäuser Museen bangen, der Verein Kunstwestthüringer weiß nicht, wie es weiter gehen soll und auch der Kulturbund zittert. Kommt nicht ein Mindestmaß an Zuschüssen, sind gravierende Einschränkungen, wenn nicht gar Ausradierungen in der Mühlhäuser Kulturlandschaft zu befürchten. Um „Kultur – Elite in einer kleinen Stadt? Zwischen Macht und machtlos“ soll darum zum Abschluss des Filmfestivals diskutiert werden. Dazu laden der Verein 3K, der Verein Kunstwestthüringer und die Mühlhäuser Museen ein. Sie sind die Kooperationspartner der letzten Vorstellung innerhalb des Filmfestivals. Moderiert wird der Abend von TA-Redaktionsleiter Jürgen Wand. Alle Kunst- und Kunstinteressierten, denen daran gelegen ist, dass es auch weiter Kultur in einer kleinen Stadt gibt, sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.

Das Filmfestival „Uebermacht“ ist eine bundesweite Initiative von „dieGesellschafter.de“ und ist in insgesamt 120 Städten zu Gast. Ausgewählte Dokumentarfilme sollen zum Nachdenken über die Macht, ihre Kontrolle, über nötige und unnötige Regeln und die besten Wege zu mehr Selbstbestimmung anregen. In Mühlhausen wurde zu insgesamt acht Veranstaltungen eingeladen. Schirmherrschaft hat hier Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum übernommen.

„Das Filmfestival will sensibilisieren für explizite und implizite Machtstrukturen, für legitime und illegitime Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Und es soll ermutigen, im Alltag, in der Öffentlichkeit und in der Politik öfter, nachhaltiger und unbequemer die Machtfrage zu stellen“, sagte er zur Eröffnung des Festivals.

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