Brennende Adventszeit

Posted by on 30. November 2009
Dr. Christel Burkhardt und die Gruppe „Swingtime“ kamen ganz und gar unweihnachtlich daher

„Hilfe, der Weihnachtsbaum brennt!“: Kleine Katastrophen und Desaster stellten Dr. Christel Burkhardt und die Gruppe „Swingtime“ in den Mittelpunkt ihres unweihnachtlichen musikalisch-literarischen Programms.

Von Iris HENNING

MÜHLHAUSEN.

Wenn die Akademikerin und ihre Swingtime-Männer alljährlich in der Vorweihnachtszeit auf die Bühne ziehen, dann tun sie das mit einem satirischen Augenzwinkern. Dieses Mal zündeten sie im Namen des Kulturbundes im kleinen Saal des Puschkinhauses mit ihrer literarischen und musikalischen Auslese den Weihnachtsbaum an und zeigten dem Publikum, wo es in Gesellschaft, Politik und Privatem allerorts brennt. Das nicht erst seit neuem, sondern bereits zu Zeiten Tucholskys und Kästners. Aus deren politischen Versen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, die Christel Burkhardt trefflich rezitierte, kann sich jeder auch heute noch seinen Reim machen.

Allzu schwer ließ es das Musik-Literatur-Ensemble zum Glück nicht brennen. Sie drehten mit humorvollen Gedichten und Geschichten, etwa von Wilhelm Busch und Ringelnatz, sowie mit salonmäßigen Swing und Jazz die Flamme in geschickter Balance mal größer und mal kleiner. Zudem brachten sie einen Überraschungsgast mit: Die musikbegabte 18-jährige Miriam Schwesig aus Mühlhausen, die bereits mehrfache Preisträgerin im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ist, ergänzte mit ihrem Cello das Swingtime-Quartett. Ihr gemeinsames Spiel sowie das Solo der jungen Dame waren ein wunderbarer Hörgenuss.

Mit besten Wünschen zur Weihnachtszeit verabschiedeten sich die Laien-Künstler von ihrem begeisterten Publikum. Ein Wiedersehen mit ihnen wird es im nächsten Jahr wieder geben, wenn sie ihren traditionellen „Faschingsmuffel“ über die Kulturbund-Bühne schicken.

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