Extreme und Mutproben

Posted by on 1. Oktober 2009
Vertrauen zu sich selbst haben: Guido Kunze berichtete vor Bankern und Steuerberatern über seine Erfahrungen

Vertrauen Sie sich selbst. Das war das Thema des Abends, zu dem der Thüringer Steuerberaterverband und die VR Bank Westthüringen eingeladen hatten. Mit dem Mühlhäuser Extremsportler Guido Kunze hatten die Zuhörer einen außergewöhnlichen Mann aus der Praxis als Referenten. Exotische Riesenschlangen forderten ebenfalls zum Vertrauen zu sich selbst und zur Selbstüberwindung heraus.

MHLHAUSEN.

Uns geht es um Motivation, begrüßte VR-Bank-Vorstandschef Jan Kalbitz die Gäste des Abends. Und die hörten bald mit großer Aufmerksamkeit dem Referenten zu. Der sprach nicht von Zahlen und Bilanzen. Der sprach von seinen Erlebnissen als Extremsportler. Guido Kunze aus Mühlhausen ist einer, der großes Vertrauen in seine sportlichen Fähigkeiten hat und außergewöhnliche, selbst organisierte Herausforderungen meistern. Er berichtete über seinen Marathon des Sables, einem sechstägigen, 240 Kilometer langemLauf durch die Wüste bei Extremtemperaturen von bis zu 50 Grad. Er erzählte von der Schinderei und den Schmerzen, mit dem Fahrrad durch durch dreizehn US-Bundestaaten zu fahren. Gut 5000 Kilometer waren dabei in etwas mehr als zwölf Tagen zu bewältigen. Den Thüringer Rennsteig lief er hin und zurück zwei Tage brauchte er für die 340 Kilometer. Er berichtete von dem ständigen Ringen mit sich selbst, mit der Frage, die sich dem einsamen Läufer an die Fersen heftet: Warum tust du dir das eigentlich an? Aber: Motivationsprobleme darf es da nicht geben. Da hat man schon verloren, so Guido Kunze. Seine nächste Herausforderung steht fest: Australien. Diesen Kontinent will er in weniger als acht Tagen und zehn Stunden mit seinem Fahrrad queren und so die Bestmarke im Guinness-Buch der Rekorde übertreffen. Ein erster Versuch schlug fehl. Doch Kunze ist ein zäher Mann, der so schnell sein Ziel nicht aus den Augen lässt. Ein zweiter Versuch soll am 13. Oktober in Sidney beginnen. Mehr als 530 Kilometer lang werden seine Tagesetappen sein.

Ein sehr schöner Vortrag, würdigt Ilse Pforr. Aus Dippach bei Berka an der Werra ist sie angereist. Die Tipps und Erfahrungen von Guido Kunze, sich und andere zu motivieren, seien durchaus übertragbar auf den Alltag im Steuerbüro. Eine super Idee sei zudem das ungewöhnliche Abendprogramm der VR Bank gewesen: Die hatte Samah-Khan aus Georgenthal engagiert. Er lud die Büro-Gesellschaft zu der Mutprobe ein, sich mit Riesenpythons zu beschäftigen. Die schwerste Schlange wog dabei gut 35 Kilogramm und war vier Meter lang.

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