Einblick in andere Welten

Posted by on 8. September 2009
Sechs Ateliers aus dem Landkreis öffnen für zwei Tage ihre Türen

In ganz Thüringen öffnen Künstlerinnen und Künstler auch in diesem Jahr wieder ihre Werkstätten und Ateliers. Am Wochenende 19. und 20. September sind in über vierzig Werkstätten Kunstinteressierte als Gäste willkommen. Im Unstrut-Hainich-Kreis sind sechs Ateliers geöffnet.

Von Iris HENNING

LANDKREIS.

Was gilt heute überhaupt noch als Kunst? Woran erkenne ich ein Kunstwerk? Wie lebt ein Künstler, eine Künstlerin? Woher nehmen sie ihre Ideen? Wie entsteht ein Werk? Was zeichnet die Einmaligkeit ihrer Werke aus? Können Künstler in einer Zeit, in der täglich von großen Krisen die Rede ist, überhaupt noch von ihrer Kunst existieren? Kann sich die „öffentliche Hand“ noch Kunst leisten? Wer kauft heute eigentlich noch Kunst?

In ganz Thüringen – von Nordhausen bis Sonneberg, von Eisenach bis Gröben – öffnen am Wochenende 19. und 20. September mehr als vierzig Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers und Werkstätten. Mit herzlicher Gastfreundschaft werden sie ihre Besucher in Räumen empfangen, die selten so aufgeräumt sind wie an diesen Tagen. Die Staffelei steht am Rand, Pinsel und Farben sind sortiert. Es wurde Platz gemacht für das Publikum, das sich wohl fühlen und Gelegenheit finden soll, sich umzuschauen an Orten, die Fremden sonst unzugänglich bleiben .

Die Tage des offenen Ateliers, die der Verband Bildender Künstler Thüringen alljährlich organisiert, bieten mehr als Einblicke in das Schaffen der Künstler und mehr als einen genussvollen und abwechslungsreichen Spaziergang durch die Landschaft der Bildenden Kunst Thüringens. Direkt am Ort des Geschehens finden die Besucher die Möglichkeit zu intensiven Gesprächen mit dem Künstler. So wird der Besuch im Atelier eine Begegnung, die so keine Galerie, kein Museum, kein Kunstverein und auch keine Messe bieten kann. Im Unstrut-Hainich-Kreis werden sechs Ateliers geöffnet habe. Die Besucher können in die herrlich wundersame Welt des Rüdiger Mußbachs eintauchen, können sich in den vielschichtigen und bis zur Abstraktion gehenden Landschaftsbildern des Siegfried Böhnings verlieren, die Exotik japanischer Tradition bei Reinhard Wand spüren, Figürliches aus der Keramikwerkstatt von Marion Walther bewundern sowie deren wunderbar gearbeiteten Grafiken, das vielfältige Schaffen der Petra Arndt bestaunen und sich im Bildhaueratelier von Harald Stieding umschauen.

Mit der jährlichen Aktion „offene Ateliers“ will der Verband Bildender Künstler Thüringen Entwicklungen und Tendenzen in der regionalen Kunstszene einer breiten ffentlichkeit zugänglich machen.

Beteiligte Künstlerwerkstätten

Bad Langensalza: Harald Stieding, Homburger Weg 20, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr;

Bollstedt: Siegfried Böhning, Pfarrstraße 6, Malerei, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr;

Dachrieden: Reinhard Wand, Kaisershagener Straße 3, Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr (Kunstcafe)

Höngeda: Rüdiger Mußbach, Siedlung 62 a, Samstag und Sonntag 13 bis 18 Uhr

Mühlhausen: Marion Walther, Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 20, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr

Volkenroda: Petra Arndt, Hauptstraße 11, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr

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