Zauberhafte Feen

Posted by on 13. August 2009
Kinder aus der Jugendkunstschule zeigen ihre Arbeiten jetzt im Mühlhäuser Sparkassenhaus

Farbfeen und Bremer Stadtmusikanten stehen derzeit zwischen den Schaltern der Sparkasse am Mühlhäuser Untermarkt. Die bunten Gestalten sind nicht wegen Geldgeschäfte in das Haus gekommen. Sie sind Repräsentanten kunstvoll ausgelebter Kinderphantasien.

Von Iris HENNING

MHLHAUSEN.

Die kleinen Künstler der Jugendkunstschule Mühlhausen dürfen seit Mittwoch ihre Arbeiten zeigen. Es sind kunterbunte Werke, die während verschiedener Workshops entstanden sind: Farbfeen, die an Engel erinnern, herrlich naive Bremer Stadtmusikanten und Figuren, wie geschaffen für ein Karussell, darunter auch ein Schwan. Mein lieber Schwan ließ sich auch bald ein Kunde der Sparkasse zum Singen des berühmten Liedes aus der romantischen Oper Lohengrin hinreißen und alle Köpfe drehten sich um. Der Schwan ist einfach so schön, grinste der Sänger und zauberte ein Lächeln in viele Gesichter.

Die Figuren bringen wunderbare Farbtupfer und außergewöhnliche Freude ins Haus, freuten sich am Mittwochabend auch die Sparkassenvorstände Michael Buchberger und Christian Blechschmidt während der Ausstellungseröffnung über die große Aufmerksamkeit, die die kindlich gestalteten Figuren bereits auf sich lenkten. Und: Für solche Ausstellungen in unserem Haus sind wir immer zu haben, versprachen sie der Jugendkunstschule.

Viel Anerkennung gab es auch vom Museumsdirektor Thomas T. Müller und dessen Vize Jürgen Winter. Es ist einfach wunderbar, wie die Kinder an die Arbeit herangehen und ihre Kreativität entdecken, so Jürgen Winter. Er überlegt nun, ob die Museen sich nicht einen der schönen Farbfeen-Engel für eine künftige Ausstellung ausborgen könnten. Feen-Engel, die mit ihrer Ausstrahlung solch gute Laune verbreiten, sind schließlich eine Freude für die Betrachter.

Die Idee, mit den Kindern diese Skulpturen zu gestalten, hatte der Bildhauer und Maler Ralf Klement aus Hüpstedt. Er ist Dozent an der Jugendkunstschule und ließ sich anstecken von der zu Papier gebrachten kindlichen Phantasie. Mit der Kettensäge schuf er nach den Vorlagen der Kinder die Figuren aus Holz. Als die jungen Künstler im Alter zwischen sechs und zehn Jahren den etwa einen Meter hohen Farbfeen gegenüberstanden, staunten sie nicht schlecht über ihre Gestalt angenommenen Zeichnungen. Gemeinsam mit ihren Eltern machten sie sich während Wochenend-Workshops dann an die Arbeit, ihren Geschöpfen Farbe und Gesicht zu geben, schildert Klement die Entwicklungsgeschichte. Für diese Workshops hat er sein Atelier-Gelände in Dachrieden, direkt an der Unstrut gelegen, zur Verfügung gestellt. Das gemeinsame Arbeiten hat den Kindern und Eltern und auch mir sehr viel Spaß gemacht, schildert er. Wir Großen haben uns beim Gestalten immer bemüht, wie die Kinder zu denken: einfach und unkompliziert. Ralf Klement wünscht sich für die Kinder, dass es weitere solche Workshops geben wird. Viele Ideen gibt es noch umzusetzen. So steht das jetzt begonnene Semester in der Jugendkunstschule unter dem Motto Wir wollen Musik!. Erste Ergebnisse sind bereits in verschiedenen Schaufenstern der Stadt zu sehen: Lustige hölzerne Musikanten grüßen die Gäste des gegenwärtigen Bachfestes.

So schön kann die lebendige Kunst der Kinder sein. In der Sparkasse am Untermarkt sind die Figuren und Zeichnungen noch bis 4. September zu sehen.

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