Neles neue Lernkultur

Posted by on 1. August 2009
Premiere: Ein Film aus Mühlhausen versucht, ein Thüringer Bildungsmodell zu erläutern

Für das Thema „Bildung in Mühlhausen“ will der Film „Nelecom“ begeistern. Zudem versucht er das Projekt „Thüringer Bildungsmodell – Neue Lernkultur in Kommunen“ zu erklären. Am Wochenende hatte der 18-minütige Streifen in der 3K-Theaterspielstätte Kilianikirche Premiere.

Von Iris HENNING

MHLHAUSEN.

Projektnamen werden gern abgekürzt. Das klingt griffiger. Dumm nur, dass mit den Abkürzungen lediglich die Eingeweihten und Bescheidwissenden etwas anfangen können. Zum Beispiel mit „Nelecom“. Der Kunstname steht für das Thüringer Bildungsmodell „Neue Lernkultur in Kommunen“. Dieses Bildungsmodell soll aber möglichst vielen bekannt sein. So wünscht man es sich im Freistaat und in den Kommunen. Bildungsmöglichkeiten für den Nachwuchs sind schließlich ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor sowohl für ansiedlungswillige Unternehmer als auch für junge Familien. Mühlhausen kann sich mit seinen gut ausgebauten Kinderbetreuungsstätten und Schulen stolz sehen lassen. Das Netzwerk zwischen den pädagogischen Stätten, den Eltern, der Verwaltung und den Kreativität fördernden Freizeitanbietern ist zudem gut gestrickt. Wie dieses Netzwerk in der Praxis funktioniert, will der Film „Nelecom“ zeigen. So wird die gerade geborene Nele im Zeitraffertempo auf ihrem Lebens- und Bildungsweg begleitet. Im rasanten Tempo geht es durch den Kindergarten, durch die Grund- und Regelschule bis hin zur Berufsausbildung. Die heranwachsende Nele erzählt über ihr Lernen auch außerhalb der Schule, etwa über ihre Begegnungen mit der Theaterwerkstatt 3K und der Filmfabrik Mühlhausen. Dieses Begegnungen sind nicht zufällig: Die Filmfabrik ist der Macher dieser kleinen Dokumentation und arbeitet eng mit der Theaterwerkstatt zusammen.

Die Nele wird dabei von fünf Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen acht Wochen und 16 Jahren dargestellt, wobei Johanna Mainz als 16-Jährige die meisten Filmminuten besetzt. „Die Nele zu spielen hat mir viel Spaß gemacht“, erklärt die blonde junge Frau. So hat sie während der Dreharbeiten auch Einblick in das Mühlhäuser Unternehmen „Waschbär“ GmbH bekommen, in der Nele eine kaufmännische Ausbildung beginnt. In ihrem richtigen Leben ist Johanna Mainz Gymnasiastin und hat den Wunsch, nach dem Abitur ein Studium zu beginnen. Dafür bekommt sie in ihrer Heimatstadt Mühlhausen die Grundlagen.

Der Film „Nelecom“entstand unter der Regie und Produktionsleitung des erst 16-jährigen Florian Arndt im Auftrag des Bildungswerkes der Thüringer Wirtschaft. Wie Tino Gassmann von der Koordinierungsstelle „Nelecom“ des Bildungswerkes sagte, soll der Film überall dort gezeigt werden, wo das Projekt „Nelecom“ vorgestellt wird. Gut wäre es, den Zuschauern ergänzendes Begleitmaterial über das Thüringer Bildungsmodell mit in die Hand zu geben.

DREI NELES: Jasmin Luhn (5), Celina Hedderich (9) und Johanna Mainz (16) spielten mit viel Freude die Nele.

DIASCHAU

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