Eine Karriere beginnt ganz unten

Posted by on 28. Juni 2009
Vierfacher Biathlon-Olympiasieger Sven Fischer sieht die XXL!-Halle als beispielhaft

„Eine klasse Halle“, sagt Sven Fischer. Der vierfache Biathlon-Olympiasieger aus Schmalkalden war am Samstag prominenter Gast während des Tages der offenen Tür im Mühlhäuser Thuringia Funpark. Mitgebracht hat er seine ganze Familie: Frau Doreen, Tochter Emilia (5), Sohn Johann (3) und seinen Vater und früheren Manager Willi Fischer.

Von Iris HENNING

MHLHAUSEN.

„Hier kann man Geschicklichkeit üben, lernen Gefahren zu erkennen und Schwierigkeiten zu überwinden“. So der Olympiasieger Sven Fischer mit Familie (5)erste Eindruck von Sven Fischer. Der 38-jährige Sportler war das erste Mal in der Mühlhäuser Skaterhalle. „Die wäre auch meine Sache gewesen“, sagt er. Doch als er sich in seinen jungen Jahren mehr und mehr für Sport begeisterte, kannte man solche Hallen lediglich in den USA.

Es ist nicht der Nervenkitzel, den vierfache Biathlon-Olympiasieger mit seinem Lob über die Mühlhäuser Halle meint, in der schon oft die beten BMXer und Skater ihre akrobatischen und gewagten Tricks zeigten. Es sind die vielen Möglichkeiten, die eine solche Sportstätte den Kindern und Jugendlichen bietet. „Hier können sie den Sport treiben, der ihnen Spaß macht, können Kondition und Leistungsstärke trainieren, wenn sie es wollen. Und sie sind bei ihrer Sportart hier in der Halle nicht den Gefahren wie auf einer befahrenen Straße ausgesetzt“, sieht er die Beispielhaftigkeit der Sportstätte gegeben. „Eine Karriere im Spitzensport fängt im Breitensport, also ganz unten an“, sagt der Olympia-Mann.

Bis vor zwei Jahren stand Sven Fischer an der Spitze der Biathlon-Sportler. 36-jährig trat der viermalige Olympiasieger nach 14 Jahren in der Weltspitze zurück. Die Familie war ihm wichtiger geworden. Die Schinderei mit Schieß- und Konditionstraining, um mit über dreißig immer noch die Weltspitze halten zu können, war zu groß geworden, machte keinen Spaß mehr. „Es ist der richtige Zeitpunkt, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“ erklärte der bekennende Familienmensch damals seinen nicht unerwarteten Abschied.

Dem Sport ist er weiter verbunden. Und er ist sich nicht zu schade, Sportstätten in provinziellen Städten zu besuchen. „Wenn ich allein mit meinem Namen etwas für den Sport bewegen kann, dann mache ich es gern“, sagt er. Am liebsten mit der ganzen Familie, so wie am Wochenende.

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