Intellektuelle Herausforderung

Posted by on 20. Mai 2009
Manon Grashorn

Eine neue Ausstellung wird am kommenden Samstag, 23. Mai, in der Galerie Zimmer am Stadtberg eröffnet. Manon Grashorn zeigt Bilder und Objekte.

MHLHAUSEN (ih).
Sie ist eine radikale Künstlerin. Bei den Dingen, die Manon Grashorn interessieren, setzt sie den symbolischen Rotstift an, streicht von aufgesetzter Metaphorik und überladenem Schmuck bis zu Tand und Schnickschnack alles, was die optisch erfahrbare Welt für uns bereithält. Diese Entkleidungs- und Entschlackungskur ist eine Negation, die in ihrer Radikalität bis auf die elementaren Bestandteile zurückgeht. So beschreibt Galerist Peter Zimmer seinen neuen Gast.
Da gibt es Bilder und Objekte der Künstlerin aus Weimar, in denen sich durch solcherart Ursprünglichkeit Lust an den wiederentdeckten einfachen Formen mit hohem ästhetischen Reiz mitteilt. In anderen Werken gibt sich Manon Grashorn der Schönheit und den Geheimnissen der Sprache hin. Sie minimiert gelesene Bücher und Texte zu Zitaten; lässt Worte, ja, Buchstaben dahin strömen und nachklingen, beschreibt Zimmer die Kunst der Weimarerin.

Manon Grashorn lässt neue Bildräume entstehen. Die laden den Betrachter sowohl zum Auskundschaften als auch zum Verweilen ein. Irgendwie können ihre Arbeiten aber auch eine intellektuelle Herausforderung sein. Eine sinnlich wahrnehmbare Freude sind sie auf jeden Fall.
Die Ausstellung von Manon Grashorn wird am Samstag, 23. Mai, um 17 Uhr, in der Galerie am Stadtberg, Goetheweg 28, eröffnet. Zu sehen und zu kaufen sind die Bilder und Objekte bis zum 26. Juli.

DIASCHAU

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