Es dauert noch

Posted by on 28. April 2009
Der Verwandlung zweiter Teil ist ein Stück mit unverhofften Szenen

Eigentlich wollten in diesem Haus am Kilianihof das Lager der Theaterwerkstatt 3K, die Jugendkunstschule, die Filmfabrik und das Büro der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater längst eingezogen sein. Aus einem Jahr Verzögerung wurden eineinhalb. Und es kann noch länger dauern. Das alte Haus hielt so manche unangenehme berraschung bereit.

MHLHAUSEN (ih).
Kaum hatten die Bauarbeiten begonnen, mussten sie auch schon wieder eingestellt werden. Seit Jahresbeginn war es090425-baustelle-kilianihof lange still im Fachwerkensemble an der Kilianistraße 46. Schlimmer als befürchtet zeigten sich die Schäden des Hauses. Der Holzwurm hatte sich eingenistet. Das Fachwerk war nicht mehr zu retten.
Das Fachwerkensemble gehört zum Anwesen der Spielstätte Kilianikirche. Es soll laut Plänen der Stiftung Kilianikirche genau wie die Kirche vom Verein „3K Kunst, Kultur Kommunikation“ genutzt werden. In dem Haus hätte dann nicht nur der Verein ein Lager für Requisiten und technische Ausstattung. Es bietet noch Platz für die Jugendkunstschule, die Filmfabrik und das Büro der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater.
So weit die Pläne. Etwa 400000 Euro kostet die Sanierung. Förderanträge wurden bereits gestellt. 250000 Euro kommen je zur Hälfte vom Thüringer Kultusministeriums und aus Mitteln der Städtebauförderung. Den Rest, 150000 Euro, muss die Stiftung als Eigenkapital aufbringen.
Die Stiftung hat bereits die Kilianikirche vor dem Verfall gerettet und zur Spielstätte und in ein jugendkulturelles Zentrum verwandelt. Nach mehrjähriger Bauzeit konnte die kleine Vorstadtkirche im Oktober 2006 übergeben werden. 2,8 Millionen Euro hat die Verwandlung der Kirche gekostet. Ermöglicht wurde der Umbau durch Fördermittel aus dem Programm Kultur in den neuen Ländern, mit Landes- und Städtebaufördermitteln sowie durch die Bereitschaft vieler Menschen, die Stiftung Kilianikirche zu unterstützen. Auf diese Bereitschaft hofft die Stiftung nun auch beim zweiten Teil der Verwandlung, der Rettung des Gebäudes an der Kilianistraße 46. Dieses soll nun im Herbst 2009 bezugsfertig sein. Wenn nicht weitere unangeheme berraschungen einen Strich durch die Rechnung machen.

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