Archaisches trifft auf Erotik

Posted by on 14. März 2009
Galerie am Stadtberg hat sich die Liebe ins Haus geholt

Sie kannten sich nicht, als sie sich begegneten. Ihr Treffen war nicht zufällig. Es wurde wohl durchdacht arrangiert. Galerist Peter Zimmer holte sie sich ins Haus und führte die Kunst zweier Künstler zusammen: die des Keramikers Peter Weber und die der Malerin Friederike Bußejahn.

Von Iris HENNING

MHLHAUSEN.
„Ich habe mir die Liebe eingeladen“, begrüßte der Galerist seine Gäste. Schmunzelnd verweist er auf die lustvollen Bilder, die die Weimarer Künstlerin Friederike Bußejahn mitgebracht hat. In starken und in stillen Farben erzählen von Liebe, Lust und Leidenschaft, mal ungestüm und aufreizend, mal in leiser glückseliger Poesie. Auch in den runden Formen der Keramik des aus Kühndorf kommenden Künstlers Peter Weber sieht der Gastgeber verborgen Weibliches. „Kulthaftes Archaisches“ nannte die Jenaer Kunstexpertin Dr. Susann Ortmann in ihrer Laudatio die Arbeiten des Keramikers. In den Bildern von Friederike Bußejahn sieht sie die schwerelose Leichtigkeit der Liebe dargestellt, mal als lyrische Momentaufnahmen, mal als animalische Triebhaftigkeit. Bereitwillig offenbaren sich in den Bußejahn-Bildern Erregung und Verlockung, Begierde und Zärtlichkeit dem Betrachter. „Aventure amoureuse“ nennt die 1969 geborene Künstlerin die nach Mühlhausen mitgebrachte Auswahl. Die Lust, sich der Betrachtung dieser Liebesabenteuer hinzugeben, gönnten sich zur Vernissage viele Gäste. Es macht eben Freude, der Liebe auf dieser Art zu begegnen. Viel Bewunderung fanden auch die spezifischen Formen der Keramik, die in ihrer Harmonie und Ausgeglichenheit sowohl Kontrast als auch wunderbare Ergänzung von „Aventure amoureuse“ sind.
Die Arbeiten von Peter Weber und Friederike Bußejahn sind noch bis zum 9. Mai in der Galerie Zimmer am Stadtberg, Goetheweg 28, zu sehen. Geöffnet hat die Galerie donnerstags bis sonntags von 16 bis 18 Uhr.

DIASCHAU

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