Abschied von der Musik

Posted by on 10. Februar 2009
Dr. Hans Weigel gab nach mehr als dreißig Jahren die Leitung des Musizierkreises „Dr. Franz Zeilinger“ ab

Nach über 31 Jahren hat Dr. Hans Weigel die Leitung des traditionellen Musizierkreises „Dr. Franz Zeilinger“ abgegeben. Außerdem ist er aus dem Musizierkreis ausgetreten.Als Grund für den konsequenten Rückzug nannte Dr. Weigel sein Alter, das ihn zum Kürzertreten zwinge. Die organisatorische Leitung des Ensembles hat er Ursula Zappe übergeben, die musikalische Gerhard Baudisch.

MÜHLHAUSEN.
Fünfundsiebzig. Die Gesundheit meint es da nicht mehr so zuverlässig gut mit einem wie in jungen Jahren. „Man ist gezwungen, kürzer zu treten“, sagt Dr. Hans Weigel. dr-hans-weigel
Es ist ihm schwer gefallen, von seinem Musizierkreis Abschied zu nehmen. Drei Jahrzehnte lang hat er das kammermusikalische Ensemble gelenkt, geleitet und geprägt, hat mit unzähligen Konzerten für viel Freude und anspruchsvolle Unterhaltung gesorgt. Das musikalische Krippenspiel im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Seniorenchor, dem Blockflötenkreis und Kindergarten „Friedrich Fröbel“ war das letzte Konzert, das er mit vorbereitet hat. Nur wenige Eingeweihte wussten, dass diese große Aufführung sein Abschlusskonzert sein sollte. Dr. Weigel mag kein Aufsehen.
Zum Kürzertreten sieht sich auch seine Gattin Helga Hill (72) gezwungen. „Wir wollen und müssen auch füreinander da sein, brauchen jetzt einen Teil unserer Kraft, um uns gegenseitig zu unterstützen“, sagt sie. Frau Hill gibt die Leitung der Tanzgruppen ab. Vor elf Jahren hat sie die Gruppen unter dem Dach der Seniorenvertretung aufgebaut. Ihre Nachfolge tritt Christa Löffler an. Mitglied der Tanzgruppe will Helga Hill aber weiterhin bleiben. Auch die Leitung des Blockflötenkreises „Unstrut-Pieper“ – er übt montags zwischen 15 und 16.30 Uhr in der Seniorenvertretung – will sie in ihren Händen behalten.
Seit Jahren engagieren sich Dr. Hans Weigel und Helga Hill in der Seniorenvertretung der Stadt Mühlhausen für die „Generation Rentner“. Ihr Terminkalender erinnerte manchmal an den eines Managers, nur mit dem Unterschied, dass ihre Arbeit unbezahltes Ehrenamt ist. Ihr Engagement brachte ihnen dabei nicht nur Pluspunkte ein. Zielstrebige Hartnäckigkeit wird nicht überall gern gesehen. Diese Hartnäckigkeit wollen sie auch nicht aufgeben. In der Wohnberatung und im Projekt des Mehrgenerationenhauses „Jung und Alt“ ist Dr. Weigel weiterhin aktiv. Die bewährte Telefonkette wird Helga Hill weiterhin fortsetzen. Beinahe täglich werden sie auch Ansprechpartner in der Seniorenvertretung für Rat Suchende im Mehrgenerationenhaus bleiben – sofern es ihre Gesundheit erlaubt.

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