Mehr als ein Durchschnittsjahr

Posted by on 4. Februar 2009
Knapp 62000 Besucher zählten die Ausstellungen der Mühlhäuser Museen im vergangenen Jahr

„Für Gott und die Welt – Franziskaner in Thüringen“ war die meist besuchte Ausstellung der Mühlhäuser Museen. 10223 Interessierte kamen in die Kornmarktkirche, um sich über dieses Stück Geschichte und die neuesten Forschungsergebnisse zu informieren. Auf der Liste der meist besuchten Thüringer Ausstellungen nehmen die „Franziskaner“ damit den zweiten Platz ein.

Von Iris HENNING

MÜHLHAUSEN.
Nur in das Panorama in Bad Frankenhausen pilgerten mehr Besucher als in die Kornmarktkirche von Mühlhausen. 35042 Gäste zählte die Bad Frankenhäuser Ausstellung „Es sind nur Steigerungen“ von

Noch bis Mitte Februar ist die Aussstellung "Zwischen Süßkuchen und Feldgiecker - Essen und Trinken in der Unstrut-Hainich-Region" im Museum am Lindenbühl zu sehen. Auch Spezialitäten aus der Vogtei werden vorgestellt.

Noch bis Mitte Februar ist die Aussstellung "Zwischen Süßkuchen und Feldgiecker - Essen und Trinken in der Unstrut-Hainich-Region" im Museum am Lindenbühl zu sehen. Auch Spezialitäten aus der Vogtei werden vorgestellt.

Horst Janssen. Zwar mit großem Abstand, aber dennoch auf Platz zwei, kommt die Franziskaner-Ausstellung von Mühlhausen. Die hat mehr Gäste angelockt als das Stadtmuseum in Jena, in dem die Exposition „Von Manet bis Renoir. Schätze französischer Malerei aus dem Musee du Petit Palais, Genf“ zu sehen war. Kamen in das Jenaer Museum 9000 Besucher, zählte man in der Mühlhäuser Ausstellungskirche exakt 10223. Damit lag Mühlhausen in der Publikumsgunst noch vor den Kunstausstellungen in Erfurt (Forum Konkrete Kunst: Das Helle und das Dunkle / 8525 Besucher), Apolda (Kunsthaus: Otto Mueller – von der Leichtigkeit des Seins / 8177 Besucher) und Weimar (Klassik Stiftung: Jakob Philipp Hackert – Europas Landschaftsmaler der Goethezeit / 8100 Besucher).
Weitere gern besuchte Ausstellungen im vergangenen Jahr in Mühlhausen waren „Gott ist mein König – 300 Jahre Bach in Mühlhausen“ in der Marienkirche mit 6971 Gästen und die wunderbare Schau „Ruf mich an! Schreib mal wieder!“ im Museum am Lindenbühl mit immerhin 1208 Gästen. Diese Ausstellung hat auch TA-Redakteur Reiner Schmalzl mitgestaltet.
Insgesamt zeigten die Mühlhäuser Museen im vergangenen Jahr zwölf Ausstellungen der Fachreferate Kultur/Geschichte, Kunst und Ur- und Frühgeschichte. Die Gesamtbesucherzahl war dabei so hoch wie nie: 61822 Gäste wurden gezählt. Damit haben die Mühlhäuser Museen zum zweiten Mal in Folge die 60000-Besucherzahl übertroffen. Im Jahr 2007 kamen 60921 Gäste in die fünf Objekte der Museen, das waren gut 10000 mehr als im Jahr 2006 (50550 Besucher) und gut 13000 mehr als 2005 (47495 Besucher).
Zahlen machen ehrgeizig: Auch in diesem Jahr sollen die Ausstellungen wieder möglichst viele Besucher in die Mühlhäuser Museumshäuser locken. „Die 60000-Marke wollen wir wieder erreichen“, setzt sich Museumschef Thomas T. Müller zum Ziel. Die Premiumausstellung 2009 wird dabei dem Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert gewidmet. Es wird die Jubiläumsausstellung zum 20-jährigen Bestehen der hauseigenen Sammlung „Thüringer Kunst“ sein. Diese Sammlung hat sich im Laufe der Jahre zur bedeutendsten Sammlung Thüringens entwickelt. Die Premiumausstellung wird im Herbst, am 17. Oktober, im Museum am Lindenbühl eröffnet. Für diese Exposition, die bis in den Januar 2010 zu sehen sein soll, wird das gesamte Obergeschoss umgebaut. Insgesamt wird es in diesem Jahr acht neue Ausstellungen in den eigenen Objekten geben. Auf „Tournee“ sind die Mühlhäuser Museen mit vier Ausstellungen. Die „Franziskaner in Thüringen“ werden im Stadtmuseum Saalfeld gezeigt, „Aura Transsilvaniae – Fotografien aus Siebenbürgen“ in Frankfurt/Oder, eine Ausstellung über den Brückenbauer Johann August Röbling in Eslohe und „Sprachbilder – Bildsprachen. Grafik zur Literatur“ in Heiligenstadt.

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