Karriere im Museum

Posted by on 15. Januar 2009
Sammlung „Thüringer Kunst“ entwickelte sich vom provinziellen Miniaturformat zum Landesmaßstab

Die Sammlung „Thüringer Kunst“ der Mühlhäuser Museen wird in diesem Jahr zwanzig. Das Jubiläum ist Anlass für ein Sonderausstellungsprojekt der Museen. Drei Ausstellungen wird es in der Museumsgalerie Allerheiligenkirche und im Museum am Lindenbühl geben. Eine Kooperationsausstellung soll im Literaturmuseum Theodor Storm in Heiligenstadt zu sehen sein. Alle Ausstellungen widmen sich dem Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert.

Von Iris HENNING

MÜHLHAUSEN.

GESCHENKT: Diese "Tänzerin" von Kati Münter gehört seit kurzem zur Sammlung. Foto: I. Henning
GESCHENKT: Dieses Bild der Künstlerin Kati Münter ist neu in der Sammlung. Foto: Iris Henning

Es ist das Jahr 1988, als Museumsmitarbeiter Jürgen Winter seine Idee zur Tat werden lässt. Der an zeitgenössischer regionaler Kunst Interessierte ruft die Sammlung „Thüringer Kunst“ ins Leben. Von einer Sammlung zu sprechen, war mutig. Den bescheidenen Grundstock bildeten damals gerade mal fünfzig vornehmlich grafische Arbeiten aus dem kulturgeschichtlichen Bestand des Hauses. Doch die genügten immerhin den Sammlungskriterien. Just einen Tag nach der �ffnung der innerdeutschen Grenze, am 10. November 1989, wurde die erste Bestandsausstellung „Aspekte Thüringer Kunst – Malerei und Grafik 1945 bis 1970″ in der Museumsgalerie Allerheiligenkirche eröffnet.

Heute umfasst die Sammlung Thüringer Kunst etwa 3500 Einzelexponate – von der Gelegenheitsgrafik über druckgrafische Mappenwerke bis hin zum Tafelbild. Vertreten in der Sammlung sind von Gerhard Altenbourg bis Lothar Zitzmann über 250 Künstlerpersönlichkeiten, die im Laufe des 20. Jahrhunderts in Thüringen tätig waren. Die Sammlung hat damit längst den Status „einmalig in Thüringen“ erreicht. Diese Lorbeeren gab es vermutlich nicht nur wegen der Größe der Sammlung, sondern vor allem wegen ihres steten Wachsens fast ohne Geld. Das Budget des Hauses für Anschaffungen ist knapper als knapp. Zum Einkauf reicht es nicht. Das Wunder des Wachsens beruht hauptsächlich auf Schenkungen. Namhafte Kulturstiftungen wie Artregio und die der Sparkasse Hessen-Thüringen wissen den ideellen Wert der Sammlung längst zu schätzen. So bescherte die Sparkasse im Jahr 2005 der Sammlung einen Otto Dix. Die Ankunft dieses wertvollen Werkes nennt Jürgen Winter als einen seiner schönsten Momente im Museumshaus.
Den Wert der Sammlung schätzt man längst auch in Kreisen der Thüringer Regierung. So kaufte das Kultusministerium auf der jüngsten großen Kunstmesse „artthuer“ in der Landeshauptstadt für die Mühlhäuser Museen im vergangenen Jahr eine Collage und drei Grafiken von vielversprechenden jungen Thüringer Künstlern. In Aussicht gestellt hat das Ministerium zudem eine Auswahl von Kunstwerken aus dem 20. Jahrhundert aus der Kunstkammer des Landes als zeitlich unbefristete Leihgabe an die Mühlhäuser Museen. „Das kommt einer Schenkung gleich“, jubelt Winter.
Dieses Wohlwollen der Thüringer Kunstexperten ist hart erarbeitet. Es ist die Anerkennung für zwanzig Jahre unermüdliches Wirken der Mühlhäuser Museen, mit der Sammlung eine Lücke in der Thüringer Museumslandschaft zu schließen.
Der Sammlung Thüringer Kunst ist in diesem Jahr auch die Premiumausstellung der Mühlhäuser Museen gewidmet. „Der Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert. Malerei und Grafik – Exempel im Kontext“ wird am 17. Oktober im Museum am Lindenbühl eröffnet. Weitere Ausstellungen sind die „Schwarze Kunst“ vom 26. September bis 1. November in der Allerheiligenkirche, das „Altenbourg-Kabinett“ ab Oktober im Museum am Lindenbühl und die Kooperationsausstellung „Sprachbilder – Bildsprachen“ im Literaturmuseum Theodor Storm in Heiligenstadt. Zwei weitere Ausstellungen im nächsten Jahr widmen sich ebenfalls dem Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert.
Den Wert der Sammlung schätzt man längst auch in Kreisen der Thüringer Regierung. So kaufte das Kultusministerium auf der jüngsten großen Kunstmesse „artthuer“ in der Landeshauptstadt für die Mühlhäuser Museen im vergangenen Jahr eine Collage und drei Grafiken von vielversprechenden jungen Thüringer Künstlern. In Aussicht gestellt hat das Ministerium zudem eine Auswahl von Kunstwerken aus dem 20. Jahrhundert aus der Kunstkammer des Landes als zeitlich unbefristete Leihgabe an die Mühlhäuser Museen. „Das kommt einer Schenkung gleich“, jubelt Winter.
Dieses Wohlwollen der Thüringer Kunstexperten ist hart erarbeitet. Es ist die Anerkennung für zwanzig Jahre unermüdliches Wirken der Mühlhäuser Museen, mit der Sammlung eine Lücke in der Thüringer Museumslandschaft zu schließen.
Der Sammlung Thüringer Kunst ist in diesem Jahr auch die Premiumausstellung der Mühlhäuser Museen gewidmet. „Der Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert. Malerei und Grafik – Exempel im Kontext“ wird am 17. Oktober im Museum am Lindenbühl eröffnet. Weitere Ausstellungen sind die „Schwarze Kunst“ vom 26. September bis 1. November in der Allerheiligenkirche, das „Altenbourg-Kabinett“ ab Oktober im Museum am Lindenbühl und die Kooperationsausstellung „Sprachbilder – Bildsprachen“ im Literaturmuseum Theodor Storm in Heiligenstadt. Zwei weitere Ausstellungen im nächsten Jahr widmen sich ebenfalls dem Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert.

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